Der Bürgerversammlung ging ein ökumenischer Gottesdienst voraus, gestaltet von Birgit Schöler und Martina Knöpfel-Lüssem. Ortsvorsteher Norbert Schwarz begrüßte danach im Gasthaus „Zur Post“ rund 80 Einwohner. Schwarz gab mit Fotos einen Rückblick auf das Geschehen im Ort. „Auch 2019 konnte wieder viel Positives bewegt werden“, so sein Fazit.

Bürgermeister Tobias Gantert informierte über den Stand der „Nachbarschaftshilfe“. Es habe sich als sinnvoll herausgestellt, sich dem gut aufgestellten JA-Verein in Mauchen anzuschließen. In Ühlingen-Birkendorf hat der Verein bereits über 1500 Einsatz-Stunden geleistet. Von 120 Helfern stammen 20 aus der Gemeinde. Ansprechpartner sind Edith Schattmaier und Sonny Buchmüller. Ein eigener Verein wäre mit viel Bürokratie verbunden gewesen.

Bürgermeister Tobias Gantert berichtete in der Bürgerversammlung über kommende Investitionen für die Wasserversorgung, die zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde gehört und über die Nachbarschaftshilfe in der Gemeinde. Auch zu Breitbandversorgung gab er detailliert Auskunft.
Bürgermeister Tobias Gantert berichtete in der Bürgerversammlung über kommende Investitionen für die Wasserversorgung, die zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde gehört und über die Nachbarschaftshilfe in der Gemeinde. Auch zur Breitbandversorgung gab er detailliert Auskunft. | Bild: Ursula Ortlieb

Weiter informierte der Bürgermeister über Investitionen in der Wasser- und Abwasserversorgung. Zwei neue Hochbehälter mit Kosten von 1,5 Millionen Euro sind geplant, wobei mit Zuschüssen gerechnet wird. Die alten Hochbehälter sind bei Trockenperioden und im Brandfall nicht mehr ausreichend.

Im Anschluss konnte Ortsvorsteher Norbert Schwarz sechs Blutspender für zehn-, 25- und 50-maliges Blutspenden ehren. Anwesend waren nur Christine Morath-Stulz die 50 Mal gespendet hat und Pascal Breier (zehn Blutspenden). Beide nahmen Urkunde und Gutschein entgegen.

  • Baugebiet: Im Baugebiet „Südliche Bühlstraße“ mit 25 Plätzen beginnen im Januar die Arbeiten für das erste Einfamilienhaus. Nach über 15 Jahren Planungszeit ist ein schönes Baugebiet entstanden. Zukunftsfähig mit direktem Anschluss zur Glasfaser-Breitband- und Stromversorgung über Erdkabel sind schon mehrere Bauplätze reserviert oder verkauft.
  • Straßenschäden: „Das Dorf der 1000 Schlaglöcher“ war auf einem Schild am 1. Mai in der Dorfmitte zu lesen. Dürfte diese Zahl auch weit übertrieben sein, beschäftigt sich der Ortschaftsrat und Verwaltung mit dieser Thematik schon seit Längerem. „Wir sind dran“, so Norbert Schwarz, der den Ideenreichtum der jungen Leute zum 1. Mai lobte. Laut Marianne Buchmüller sollen in diesem Jahr saniert werden: die Gehwege in der Bühlstraße, der Vorplatz beim Gemeindehaus sowie die Neuanlegung des Fußwegs zum Kindergarten unterhalb der Kirche. 2021 folgen die Sanierung des Rathausplatzes beim Kindergarten mit zusätzlichen Parkplätzen und die Einrichtung einer Querungshilfe beim Ortsausgang Richtung Friedhof. Der Gehweg zum Sportplatz und der Ausbau der Hohlgasse erfolgen später.
Ortsvorsteher Norbert Schwarz und Marianne Buchmüller gaben in der Bürgerversammlung einen informativen Überblick über die Ortschaftsratsarbeit für Birkendorf.
Ortsvorsteher Norbert Schwarz und Marianne Buchmüller gaben in der Bürgerversammlung einen informativen Überblick über die Ortschaftsratsarbeit für Birkendorf. | Bild: Ursula Ortlieb
  • Sachbeschädigungen: Einige öffentliche Abfalleimer sind inzwischen abgebaut worden, weil sie zur Entsorgung von Hausmüll missbraucht wurden. „Das werden wir nicht mehr hinnehmen“, betonte Norbert Schwarz und appellierte, solche Personen anzusprechen oder anzuzeigen. Ein weiterer Vorfall betraf an Weihnachten das Haus des Gastes: Dort wurden im Foyer die roten Christbaumkugeln zerschlagen. „Künftig bleibt das Haus des Gastes tagsüber geschlossen. Und wir werden alles daran setzen, herauszufinden, wer für den Schaden verantwortlich ist“, erklärte der Ortsvorsteher.
  • Schule: Mit den Brandschutzmaßnahmen an der Grundschule Birkendorf wurden auch die Klassenräume grundlegend erneuert und neu möbliert. Wände und Böden erstrahlen in neuem Glanz, der Charme des alten Gebäudes blieb erhalten.
  • Pistenbulli: Nach beharrlicher Suche durch Ortschaftsrätin Cornelia Ziller werden die Langlauf-Loipen künftig von Helmut Mutter, Richard Sarbu und Martin Kempkes gespurt.
  • Waldschäden: Große Sorge macht der Wald, der durch Trockenheit und Borkenkäfer sehr gelitten hat. Große Waldstücke mussten gefällt werden und ein Ende ist noch nicht in Sicht.
  • Bürgerfragen: Enrique Ortlieb regte an, dass der Fußweg bei der Kirche nicht nur zweckmäßig, sondern schön gestaltet wird, auch wenn dies etwas teurer würde. Im Falle eines Rohrbruchs in der Hohlgasse sei nicht zu verstehen gewesen, dass dieser trotz Reklamationen der Anlieger wochenlang nicht repariert wurde. Laut Ortsvorsteher Schwarz waren Firmen nicht verfügbar; und man habe zunächst nicht erkannt, dass es sich um Frischwasser handelt, da kein Verlust beim Hochbehälter feststellbar war. Hartmut Kaiser stellte die Frage, ob ein Anschluss des Campingplatzes an die an dem Grundstück verlaufenden Backbone-Leitung mit Glasfaser möglich sei. Tobias Gantert verneinte dies. „Der Campingplatz bekommt seinen Anschluss vom Verteilerpunkt im Dorf aus. Claudius Moser wünschte einen größeren Spielplatz als Treffpunkt für Familien mit Kindern. Der Spielplatz beim Haus des Gastes sei zu klein und zu dicht am Wassertretbecken und deshalb eine Gefahrenquelle für kleine Kinder. Laut Bürgermeister Gantert war dort tatsächlich ein Kind ins Wasser gefallen, während die Mutter kurz in die Bank gegangen war. „Ich sehe im Wassertretbecken mit niedrigem Wasserstand keine Gefahr, wenn Eltern ihre Aufsichtspflicht ernst nehmen.“ Benedikt Moser fragte nach dem Grund, warum Stromausfälle im Unterdorf immer länger als im Mitteldorf dauern. Dadurch läge öfter sein Betrieb lahm. Norbert Schwarz ist selbst Betroffener, hatte aber keine Erklärung. Julian Braun empfahl, beim Energiedienst nachzufragen. Richard Kistler meldete sich wegen Oberflächenwasser, das seit Schaffung des Baugebiets in seinen Keller laufe. Er müsse alle paar Stunden mit der Pumpe das Wasser entfernen. Die Schwachstelle sollte ermittelt werden.

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