Das Dutzend ist voll. Der zwölfte regionale Fensterln-Wettbewerb des Musikvereins Untermettingen ist längst ein Selbstläufer und hat nichts von seiner Attraktivität eingebüßt. Oktoberfeststimmung pur herrschte am Samstag im voll besetzten Festzelt. Dass ein Festzelt einfach zu einem zünftigen badischen Oktoberfest gehört, darüber sind sich die Verantwortlichen des Musikvereins einig und wechselten deshalb vor einigen Jahren von der Steinatalhalle ins Festzelt. Auch wenn dies gegenüber einer Hallenveranstaltung viel Mehrarbeit bedeutet. Aber es ist einfach ein ganz anderes Ambiente.

Bis es zum Finale, dem heiß ersehnten Kuss am Fenster kam, musste erste einmal das Schloss geöffnet werden.
Bis es zum Finale, dem heiß ersehnten Kuss am Fenster kam, musste erste einmal das Schloss geöffnet werden. | Bild: Werner Steinhart

Der Gaudiabend mit dem Fensterln hat inzwischen über das Steinatal hinaus einen großen Bekanntheitsgrad erlangt. Indes waren dieses Mal nicht so viele Gastvereine nach Untermettingen gekommen. Mit dabei waren die Trachtenkapelle Obermettingen, der Musikverein Aichen und eine Theatergruppe aus Ühlingen, die sich in Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Teamgeist maßen.

Ganz auf Oktoberfest, auch was die Dekoration und das deftige Essen betraf, hatten sich der Musikverein und die Besucher eingestellt. Zünftige Lederhosen und fesche Dirndl waren angesagt. Und was verbindet man gemeinhin mit Dirndl und Lederhosen? Das Fensterln.

Die "Fensterln-Mannschaft" der Trachtenkapelle Obermettingen wartet gespannt auf ihren Auftritt.
Die "Fensterln-Mannschaft" der Trachtenkapelle Obermettingen wartet gespannt auf ihren Auftritt. | Bild: Werner Steinhart

Auch in diesem Jahr hatten sich die Verantwortlichen wieder einen spaßigen Parcours ausgedacht, an dessen Ende der heiß ersehnte Kuss stand. An dessen Ende galt es, mit einem Besenstiel den Schlüssel zum Fensterln zu holen. Für das Finale bedurfte es letztlich allerdings keiner Kletterkünste, wartete die Angebetete doch im Erdgeschoss, allerdings eingeschlossen. Und so musste unbedingt der Schlüssel her.

Mit einer recht ungewöhnlichen Apparatur musste ein Glas Bier getrunken werden, wie es der Teilnehmer des Musikvereins Aichen versucht, rechts Moderator Ingo Erne.
Mit einer recht ungewöhnlichen Apparatur musste ein Glas Bier getrunken werden, wie es der Teilnehmer des Musikvereins Aichen versucht, rechts Moderator Ingo Erne. | Bild: Werner Steinhart

Ingo Erne und seine Assistentinnen Carina und Leni kommentierten das spaßige Geschehen für die Gäste im Zelt, die viel zu lachen hatten. Mit der Band „Berg-Alarm“ aus Tirol und ihrem Oktoberfestsound wurde der Fensterln-Abend einmal mehr zu einem großen Erfolg.

Bildergalerie im Internet:
http://www.suedkurier.de/9924702