Die Bagger rollen wieder, der dritte Bauabschnitt der Ortskernsanierung ist seit wenigen Tagen in vollem Gange. Nachdem bereits die Bauabschnitte eins und zwei der Ortskernsanierung Ühlingen Ende 2015 fertiggestellt wurden, 2016 wegen des 1200-jährigen Jubiläums der Schlüchttalgemeinde keine Baumaßnahmen angesagt waren, hat Ühlingen wieder eine große Baustelle.

Was kostet die Maßnahmen?

Die Ausführung des dritten Bauabschnitts ist in der Finanzplanung für 2019 vorgesehen. Die vorläufige Kostenschätzung des dritten Teils der Ortskernsanierung beläuft sich auf knapp 1,4 Millionen Euro, eingeschlossen auch die Kosten für die Kreisstraße bis zur Kurve an der Kirche.

Wo wird gebaut?

Der dritte Bauabschnitt der Ühlinger Ortskernsanierung beginnt auf der L 157 bei der Schlüchtbrücke, führt am Rathaus vorbei und verläuft bis zur Kreuzung Hauptstraße, Badstraße und der Straße Im Vorderdorf, rund 200 Meter. Die Anschlüsse Badstraße und Im Vorderdorf werden ebenfalls saniert.

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Die Baumaßnahmen begannen dieser Tage mit der Verrohrung des Oberflächenwasserkanals zum Schelgenbach, also im südlichen Teil der Sanierungsmaßnahme. Auf der Kreisstraße beginnt die Sanierung beim Rathaus und endet kurz vor der Kreuzung bei der Kirche, die Baulänge beträgt 70 Meter. Die Maßnahme umfasst Asphaltbau, Randeinfassungen, Betonpflaster, Schmutzwasser- und Regenwasserkanäle, Kontrollschächte und Wasserleitung.

Was wird geplant?

Im Wesentlichen geht es im Verlauf des Abschnitts um die Entschärfung der Kurve beim Rathaus, dabei ist geplant, aus Sicherheitsgründen die beiden bestehenden Parkplätze vor dem Rathaus wegfallen zu lassen und eine kleine Grünanlage einzurichten.

Die Kosten für den Straßenbau L 157 belaufen sich allein auf 510 000 Euro, wobei das Land einen Anteil von rund 75 000 Euro beisteuern wird.

Die Infrastruktur des dritten Bauabschnitts wird aber eine erhebliche Belastung für die Gemeinde darstellen.

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Im weiteren Verlauf steht die Erneuerung der Mauer zum ehemaligen Kurpark an, wobei der Park nicht streng durch eine Mauer abgeschottet werden soll, vielmehr die Rasenfläche bis zum Gehweg ausgedehnt, um die Anlage einladend zu machen. Die Mauer selbst verbliebe dann beim bestehenden Brunnen und der mächtigen Blutbuche.

Um bautechnische Konflikte zu vermeiden, wurde die Umgestaltung des Kurparks in einen Mehrgenerationenpark bereits im Vorfeld in Angriff genommen. „Es ist gut, dass es jetzt mit der Ortskernsanierung weitergeht und ich hoffe, dass es zügig vorangeht“, wünscht sich Ortsvorsteher Klaus Müller – wohl auch im Hinblick auf das Narrentreffen im Februar 2020.