Seit Längerem wartet Untermettingen auf die Möglichkeit, Bauwilligen Grundstücke anbieten zu können. Der Gemeinderat hat am Montagabend nun die Aufstellung des Bebauungsplanes „Hofwiesstraße II“ in Untermettingen beschlossen billigte den Entwurf des Bebauungsplans gebilligt.

In Ühlingen-Birkendorf besteht Bedarf an der Neuausweisung von Wohnbauland im Rahmen der Eigenbedarfsentwicklung, insbesondere durch einheimische junge Familien. Um einer Abwanderungstendenz und einer Entleerung des ländlichen Raums entgegenzuwirken, ist die Gemeinde bemüht, in allen Ortsteilen ein bedarfsgerechtes, wenn auch moderates Baulandangebot bereitzuhalten.

„Für Untermettingen enstehen acht wunderbare Bauplätze, die den örtlichen Bedarf fürs Erste decken werden“, sagt Bürgermeister Tobias Gantert.
„Für Untermettingen enstehen acht wunderbare Bauplätze, die den örtlichen Bedarf fürs Erste decken werden“, sagt Bürgermeister Tobias Gantert. | Bild: Werner Steinhart

Gemeinderat, Ortschaftsrat und Verwaltung sehen seit Langem den Bedarf für ein Baugebiet in Untermettingen. Allerdings stehen im Flächennutzungsplan keine Flächen mehr zur Verfügung. Die Gemeinde hat vor Jahren ein Innenentwicklungskonzept erstellt, um potenzielle innerörtliche Bauflächen zu identifizieren. Mit diesem Konzept sind Bürgermeister Tobias Gantert und die damalige Ortsvorsteherin Silvia Zeitz zu den Eigentümern gegangen und haben über die Entwicklung und den Ankauf einzelner Flächen verhandelt, doch niemand war zum Verkauf bereit. Fazit: Ohne geeignetes Gelände kann es kein Bauland geben.

Glücklicherweise haben sich die Eigentümer der Fläche, die jetzt überplant wird, gemeldet und waren nach längeren Verhandlungen zum Verkauf bereit. „Für Untermettingen entstehen acht Bauplätze, die den örtlichen Bedarf fürs Erste decken werden“, ist Bürgermeister Tobias Gantert überzeugt. Seit Jahren steht auf der Agenda des Ortsteils Untermettingen, jungen Familien Bauland anzubieten. Jetzt soll dies mit einer rund 0,67 Hektar großen Fläche umgesetzt werden.

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Stefan Läufer vom Planungsbüro fsp erläuterte: vorgesehen ist die Errichtung von acht Wohnhäusern in zwei Reihen. Die geplante Erschließung weitet sich zu einem acht Meter breiten Wohnhof, um den sich die acht Einfamilienhäuser gruppieren. Das Baugebiet an der Hofwiesstraße schließt die Lücke zwischen der bestehenden Bebauung, sowohl östlich als auch westlich. Das geplante Gebiet zeichnet sich durch die Lage am naturnahen, landwirtschaftlich geprägten Ortsrand aus. Derzeit ist es noch eine Grünfläche, die mit alten Obstbäumen bestanden ist und zeitweise mit Rindern beweidet wird.

Über die artenschutzrechtliche Prüfung informierte Georg Kunz. So seien Ausgleichsmaßnahmen nicht erforderlich. Artenschutzrechtliche Vorgaben sind zu beachten, was beispielsweise die Fledermaus- oder Insektenpopulation betrifft. Zudem wird die Gemeinde verschiedene Nistkästen im Plangebiet aufhängen und eine Totholzpyramide aufstellen.