Vor 40 Jahren ist in Ühlingen die katholische Frauengemeinschaft (KFD) gegründet worden. Während der vergangenen vier Jahrzehnte haben die Frauen viel bewegt, doch zu einem würdigen und gemütlichen Fest wird es in Corona-Zeiten nicht kommen.

Das war vor 40 Jahren: Am 2. Dezember 1980 wurde die Katholische Frauengemeinschaft Ühlingen ins Leben gerufen. Der erste Vorstand setzte sich zusammen aus (von links) Ilse Banholzer, Annemarie Wehle, Irmgard Frommherz, Präses Pfarrer Manfred Helfrich, Elfriede Güntert, Vorsitzende Margret Frech und Rosl Beck.
Das war vor 40 Jahren: Am 2. Dezember 1980 wurde die Katholische Frauengemeinschaft Ühlingen ins Leben gerufen. Der erste Vorstand setzte sich zusammen aus (von links) Ilse Banholzer, Annemarie Wehle, Irmgard Frommherz, Präses Pfarrer Manfred Helfrich, Elfriede Güntert, Vorsitzende Margret Frech und Rosl Beck. | Bild: Werner Steinhart (Archiv)

Was mit einem holprigen Start am 2. Dezember 1980 begann, ist heute eine Gemeinschaft, die im kirchlichen, weltlichen und caritativen Bereich tätig ist und aus dem Ortsgeschehen Ühlingens nicht mehr wegzudenken ist. Die Gründung unter dem damaligen Pfarrer Manfred Helfrich benötigte zwei Anläufe, um die Frauengemeinschaft entstehen zu lassen. Es fanden sich dann in der Gründungsversammlung elf Frauen bereit, die Gemeinschaft zu gründen. So bildete sich der erste Vorstand mit der Vorsitzenden Margret Frech, Stellvertreterin Irmgard Frommherz, Kassiererin Rosl Beck, Schriftführerin Ilse Banholzer sowie den Beisitzerinnen Elfriede Güntert und Annemarie Wehle, die nach zwölf Jahren für viele Jahre selbst Vorsitzende wurde. Ihr folgten Christiane Güntert und seit 2019 ist Michaela Gänswein an der Spitze der KFD Ühlingen.

Laiengruppen spielen im Leben einer Pfarrei eine besonders wichtige Rolle. Unter anderem gestaltet die KFD Gottesdienste, organisiert Vorträge und gesellige Nachmittage, auch für die älteren Mitbürger und im Pflegeheim St. Joachim. Jährliche Wallfahrten gehören ebenso zum Programm wie der Adventsbazar, der Verkauf von Adventskränzen und der Suppensonntag. Doch all das fiel in diesem Jahr der Corona-Pandemie zum Opfer. Vielleicht wird das 40-jährige Bestehen dann erst im kommenden Frühjahr nachgefeiert. Dann bliebe man einer gewissen Tradition treu, das 25-Jährige wurde auch erst im Frühjahr 2006 gefeiert.

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Dass in Zeiten von Corona das Vereinsleben und das Treffen in Gemeinschaft ausfällt, ist nicht leicht zu verkraften. „Es ist sehr schmerzlich“, sagt die Vorsitzende Michaela Gänswein. Das, was die Gemeinschaft ausmacht, die Begegnung und der Austausch, sind unter den derzeitigen Hygienebestimmungen nicht möglich. „Die Gesundheit der Mitglieder hat Priorität. Zwei Drittel unserer Mitglieder gehören der Risikogruppe an“, erklärt Michaela Gänswein.

Viele Absagen

Eigentlich ist das gesamte Jahresprogramm der KFD Ühlingen ausgefallen, angefangen bei der Hauptversammlung über Maiandacht in der kleinen Kapelle in Witzhalden und die Wallfahrt bis zum Halbtagesausflug. Abgesagt ist der Suppensonntag am kommenden Sonntag, dessen Erlös immer einem sozialen Zweck zugeführt wurde. Als ganz schmerzlich empfinden es die Vorsitzende und die Mitglieder, dass auch das „Kränzeln“, das Binden und Gestalten von Adventskränzen, nicht stattfinden kann. Es war am Ende des Jahres zu einem „wahren Selbstläufer“ geworden, sagt die Vorsitzende. Für das kommende Jahr hat die KFD Ühlingen noch kein Programm zusammengestellt. „Aber wir werden auf jeden Fall flexibel sein“, so Michaela Gänswein.