Die kleine Gruppe der Aktiven der Nabu-Ortsgruppe Grafenhausen war im Vorjahr wieder viel in Sachen Natur und Landschaft unterwegs. Rund 1300 Einsatzstunden sind zusammengekommen. „Und das sind die Stunden, die wir aufgeschrieben haben“, meinte der Vereinsvorsitzende Harald Nüßle rückblickend. Der Besuch verschiedener Informationsveranstaltungen gehörte ebenso zum Jahresprogramm wie die klassischen Naturschutzarbeiten.

180 Nisthilfen kontrolliert

Im Frühjahr wurden so auch wieder rund 180 Nisthilfen in und um Grafenhausen kontrolliert und gereinigt. Seit der Gründung der Nabu-Ortsgruppe 1991 standen Erhalt und Förderung von Streuobstwiesen mit ihren alten heimischen Obstsorten im Fokus der Gruppe. Es entstand unter anderem in Grafenhausen ein Heimatmuseum Streuobstwiese. Gleichzeitig bot und bietet die Nabu-Gruppe interessierten Gartenbesitzern die Unterstützung bei der Auswahl der richtigen Obstsorten und nimmt im Frühjahr Bestellungen an.

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Anlässlich der deutschlandweiten Vogelzählaktionen „Stunde der Wintervögel“ im Januar und „Stunde der Gartenvögel“ hatte auch die Nabu-Ortsgruppe informative Vogelwanderungen angeboten. Die Bat-Night Ende August war ein großer Erfolg. „Über 40 Leute, davon sehr viele Kinder, waren zur Fledermausbeobachtung an den Schlüchtsee gekommen“, berichtete Harald Nüßle. Bei optimalen Bedingungen hatten besonders die Kinder viel Spaß, die flinken Jäger der Nacht beobachten und hören zu können. Auch in diesem Jahr werden die Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Schwarzwaldhaus der Sinne stattfinden.

Sehr erfreut waren die Naturschützer, dass die Gemeinde die Anregung zur Anlage von Blühstreifen angenommen hat. Dank des Einsatzes der Bauhofmitarbeiter und von Bauhofchef Michael Lüber entstanden so im Ort mehrere schöne Blühstreifen, die bis zum Winter eine wechselnde Blütenpracht zeigten. „Die Blühstreifen bleiben weiterhin und es sollen in diesem Jahr weitere Blühstreifen angelegt werden“, sagte Bürgermeister Christian Behringer.

Situation der Wälder

Ein großes Thema im vergangenen Jahr war die Situation in den Wäldern der Region. Das Nabu-Zentrum in Birkendorf unter der Leitung von Wilfried Dieckmann veranstaltete zusammen mit dem Forst unter dem Motto „Prima Klima“ eine mehrteilige Diskussionsreihe, die großen Anklang fand. „Was das Thema Bäume, Wald und teilweise Pflege- oder Pflanzungsmaßnahmen angeht besteht mit Forst und Gemeindeförster Friedrich Hugel eine sehr gute Zusammenarbeit“, betonten Harald Nüßle und Wilfried Dieckmann. In diesem Jahr werden auch in Grafenhausen 1000 Bäume gepflanzt (eine Initiative der Kommunen des Kreises Waldshut).

Ein weiteres wichtiges Thema des Vorjahrs war das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. „Wir sind zufrieden mit der Festlegung des Eckdatenpapiers“, so Beate Hippchen vom Nabu-Bezirksverband Südbaden. Allerdings werde man darauf achten, dass die Umsetzung des Eckdatenpapiers zügig weiter verfolgt wird, so die Naturschützer. Vor Ort suchen und wünschen die Nabu-Aktiven das Gespräch mit den Landwirten.

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In den Vorstand der Nabu-Ortsgruppe wurden gewählt: Vorsitzender Harald Nüßle, stellvertretender Vorsitzender Wilfried Dieckmann, Schriftführerin Dorothée Kuhlmann, Kassenführerin Beate Fürderer; Beisitzer Finni Bohl, Ingrid Mayenknecht, Chris Seifried und Hugo Fürderer.