In Todtmoos wurde am Donnerstag ein neuer Verein aus der Taufe gehoben. Er trägt den Namen „Caritativer Marienförderverein Todtmoos e.V.“ Die Gründungsversammlung fand wegen der Pandemie im kleinen Rahmen und unter Einhaltung der Hygieneregeln in der Wallfahrtskirche statt. Zum Vorsitzenden wurde Volker Albiez gewählt.

Der Verwaltungsbeauftragte der Kirchengemeinde, Johannes Herrmann, leitete die Gründungsversammlung. Er stellte zunächst den Inhalt der von den zuständigen Stellen genehmigten Satzung mit den Zwecken und Zielen des Vereins vor. Zweck ist laut Satzung die Förderung des Wohlfahrtswesens und die Förderung kirchlicher Zwecke. Angeführt wird im kirchlichen Bereich unter anderem die ideelle und materielle Förderung und Unterstützung der Mariengedenkstätte mit der Marienstatue.

Der Marienplatz in Todtmoos mit der Marienstatue wird gerne besucht. Um den Erhalt der Anlage kümmert sich der neu gegründete caritative Marienförderverein.
Der Marienplatz in Todtmoos mit der Marienstatue wird gerne besucht. Um den Erhalt der Anlage kümmert sich der neu gegründete caritative Marienförderverein. | Bild: Andreas Böhm

Im Bereich der Wohlfahrt sollen sozial-caritative Dienste durch den Verein unterstützt werden, die den in der Seelsorgeeinheit Todtmoos-Bernau wohnenden Menschen Hilfe bringen. Die beiden Schwerpunkte des Vereins im kirchlichen und sozialen Bereich wurden in der Versammlung, bei der elf Gründungsmitglieder anwesend waren, ausdrücklich hervorgehoben. Der Vorsitzende Volker Albiez: „Der Marienförderverein soll eine Brücke zwischen der kirchlichen und weltlichen Gemeinde sein.“

Der stellvertretende Vorsitzende Pater Roman Brud ergänzte: „Die kirchliche und politische Gemeinde sitzen in einem Boot, wenn es um die Nächstenliebe geht.“ Albiez betonte seinen Wunsch nach Gemeinsamkeit innerhalb des Vereins: „Keiner soll im Vordergrund stehen.“

Die Grundpfeiler des neuen Vereins seien „Licht, Liebe und Hoffnung“. Der Vorsitzende sah es als wichtig an, den Verein nicht als Konkurrenz zum Pfarrgemeinderat und zum politischen Gremium zu sehen, sondern vielmehr als Brücke zwischen diesen Institutionen. Weitere Mitglieder sind im Verein gerne willkommen. Der Jahresbeitrag wurde auf 50 Euro festgesetzt.

Volker Albiez bedankte sich bei den Anwesenden, die schon bei der Schaffung des Marienplatzes mitgearbeitet hatten. Und zu Pater Roman Brud gewandt: „Wir gehen weiter voran“. Da lies es sich der Padre natürlich nicht nehmen, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Der Marienplatz soll zur Komplettierung der Gründungsgeschichte des Ortes mit einer steinernen Skulptur des Leutpriesters Dietrich von Rickenbach ergänzt werden. Der Sage nach erschien die Gottesmutter im Jahr 1255 dem Leutpriester auf dem Schönbühl, just an der Stelle, wo die heutige Wallfahrtskirche steht.