Im noch jungen Jahr 2021 hat die Ortsgruppe Todtmoos der Bergwacht Schwarzwald bereits knapp 11.000 Euro in neue technische Ausrüstung und in die Rettungswache investiert. Aufgrund der Corona-Pandemie und dem dadurch veränderten Einsatzverhalten musste auch die Ausrüstung entsprechend angepasst werden. Dafür wurden Spenden und ein Großteil des Eigenkapitals eingesetzt.

Zu Beginn des Winters wurde auf den Boom der Outdoor-Aktivitäten reagiert, und drei neue Akias (Rettungsschlitten) bestellt. Wegen der geschlossenen Skilifte aufgrund der Pandemie suchten viele Wintersportler Alternativen. Wie Armin Koch, der Vorsitzende der Todtmooser Bergwacht, im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte, waren etwa Schneeschuhwanderer oft abseits der gesicherten Pfade unterwegs. Verunglückt ein Wintersportler in unwegsamem Gelände, stellt das eine besondere Herausforderung für die Rettungskräfte der Bergwacht dar.

Das könnte Sie auch interessieren

Bereits einen Tag nach der Lieferung im Januar kam ein neuer Akia schon zum Einsatz. Dieser ist besonders leicht, lässt sich in zwei Hälften teilen und mit Tourenski oder Schneeschuhen auf dem Rücken transportieren. Dadurch wird eine Bergung im schwierigen Gelände möglich: „Wir haben uns ein Konzept überlegt, wie wir in so einem Fall am Besten zu einer verunfallten Person kommen“, erklärte Koch. Beim Einsatz dieses Akiatyps ist nach Informationen von Armin Koch die Todtmooser Bergwacht Vorreiter im Schwarzwald. Bei Rettungseinsätzen sei es nicht immer einfach, die Corona-Vorgaben einzuhalten, gab der Bergwachtchef zu bedenken.

Das könnte Sie auch interessieren

Durch die Umstellung im Rettungswesen auf den Digitalfunk kam die Bergwacht nicht umhin, auch in diesem Bereich zu investieren. Es wurden vier Funkgeräte nach neuem Standard angeschafft. Für die Rettungswache im Ortsteil Mättle musste ebenfalls tief in die Tasche gegriffen werden. Zum Jahreswechsel musste die 17 Jahre alte Heizung aufgrund eines technischen Defektes ersetzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Im laufenden Jahr werden weitere Investitionen nötig sein. Turnusgemäß muss nach den Vorgaben der Landesleitung aus Sicherheitsgründen der gesamte Bestand an Helmen und Klettergurten ausgetauscht werden. Deshalb ist die für die Region so wichtige Rettungseinrichtung auch weiterhin auf die Spenden aus der Bevölkerung angewiesen. Armin Koch bedankte sich im Namen der gesamten Ortsgruppe „für die gute Spendenbereitschaft“ der Mitbürger.

Markus Baumgartner führt den neuen Akia der Bergwacht Todtmoos vor. Er kann auf dem Rücken transportiert werden und eignet sich für die Personenrettung in schwer zugänglichem Gelände.
Markus Baumgartner führt den neuen Akia der Bergwacht Todtmoos vor. Er kann auf dem Rücken transportiert werden und eignet sich für die Personenrettung in schwer zugänglichem Gelände. | Bild: Andreas Böhm

Personell ist die Todtmooser Ortsgruppe recht gut aufgestellt. Derzeit sind in der Einsatzleitung 22 Aktive tätig. 15 Mitglieder zählt die Jugendbergwacht. Drei junge Todtmooser sind in Ausbildung. Das Einsatzgebiet der Ortsgruppe Todtmoos erstreckt sich im Naturpark Südschwarzwald zwischen Wiesental und Albtal bis zur Schweizer Grenze.