Todtmoos – Zukünftige Projekte und deren Umsetzung standen im Mittelpunkt eines Bürgergespräches, zu dem die Kandidatin und amtierende Bürgermeisterin Janette Fuchs am Mittwochabend in das Bürgerstüble eingeladen hatte: „Was zukünftig kommt, ist mir wichtig“, sagte Fuchs gleich zu Beginn.

  • Sanierungen: Das Landessanierungsprogramm III soll zügig fertig gestellt werden, so dass 2024 keine Baustellen mehr im Ort sind. Für Janette Fuchs hat die Sanierung von Brücken Priorität, ebenso die Wasserversorgung in Lehen.
  • Kinderbetreuung: Zum Thema Ü3 Kinderbetreuung sagt sie: „Der Rechtsanspruch ist da. Nun muss der realistische Bedarf ermittelt werden“. Sie strebt Verhandlungen mit der Kirche als Träger des Kindergartens an, der vorgibt, dass die Ü3 Betreuung unter einem Dach sein soll: „Ich will der Kirche keine Konkurrenz machen“. Fuchs führt weiter an, dass der Feuerwehrbedarfsplan abgearbeitet werden muss.
  • Hotels: Zum Thema Parkhotel und Areal Waldhotel zeigt sie sich die Kandidatin bei diesem Termin optimistisch: „Wir haben Investoren, die auf die Wünsche der Gemeinde eingehen“. Für das Parkhotel kann sich Janette Fuchs ein betreutes Wohnen vorstellen. Beim Waldhotel kann eine Pflegeeinrichtung ihren Platz finden. Als Alternative sieht sie auf dem Areal auch den Bau von bis zu drei Gebäuden, die als Mehrgenerationenhäuser genutzt werden können: „Die Entscheidung hierüber ist überreif“, sagt die Bürgermeisterkandidatin.
  • Neubaugebiet: Für das privat zu erschließende Neubaugebiet Zellermoos hat sie ihren Angaben zufolge einen Ingenieur vermittelt. Auf das immer noch geschlossene Freibad angesprochen, erklärt sie zunächst die Gründe für die Verzögerung der Sanierungsarbeiten. Auf die Frage, warum nicht schon im letzten Jahr mit der Sanierung begonnen wurde sagt Fuchs: „Es gab während Corona keine Angebote oder sie waren zu teuer. Dann kam überraschend die Zusage zur Stabilisierungshilfe. Es wurde sofort reagiert“.
  • Freibad: Janette Fuchs denkt beim Freibad auch an die Zukunft. Für sie ist ein Naturbad ohne Chemie und Beheizung eine kostengünstige Alternative. Ein Anliegen ist ihr die Neugestaltung des Friedhofes. Möglichkeiten sieht sie in einem gepflegten Urnengrabfeld und auch den Gedanken eines Bestattungswaldes möchte sie weiterverfolgen.
  • Tourismus: In Sachen Tourismus Marketing muss nach Meinung von Jeanette Fusch neu verhandelt werden: „Was wir an die Hochschwarzwald Tourismus GmbH bezahlen ist zu teuer. Wir haben uns davon mehr versprochen. Diese Entscheidung muss korrigiert werden“. Beim Thema Heilwald sieht die Kandidatin die Umsetzung auf einem guten Weg.
  • Weitere Vorhaben: Zum Thema Hängebrücke kündigte die Amtsinhaberin bei ihrer Wiederwahl einen Bürgerentscheid an, der in der Runde große Zustimmung findet. Als zumindest kurzfristige Lösung für die geschlossene Apotheke kann Janette Fuchs sich eine Briefkastenapotheke vorstellen, wo die Medikamente dann nach Hause gebracht werden. In der Stärkung des Wallfahrtsortes sieht die Kandidatin Potenzial. Hier strebt sie eine bessere Verwaltung zusammen mit der Kirche und dem Marienverein an.