In der Todtmooser Wallfahrtskirche „Unserer lieben Frau“ wurde am Sonntag das Patrozinium des Paulinerordens gefeiert. Vier Paulinerpatres erneuerten in der heiligen Messe ihr Ordensgelübde. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Seelsorgeeinheit Todtmoos-Bernau, Elvira Köpfer, sprach den Patres ihren Dank aus. Eine Schola des Kirchenchores umrahmte den Gottesdienst.

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Das Hochamt wurde von Prior Pater Roman Brud zelebriert. In seiner Festpredigt ging der Prior ausführlich auf die bewegte Geschichte des „Ordens des heiligen Paulus des ersten Einsiedlers“ ein, und spannte den Bogen zu den Aufgaben der Mönche in der heutigen Zeit. Heute noch würden Millionen von Christen auf der ganzen Welt auch seelisch verfolgt, so der Pater: „Die Aufgabe der Paulinermönche besteht heute darin, das Gebet, das Klosterleben und die Seelsorge in der Pfarrgemeinde zu vereinen.“ Der Geistliche weiter: „Aus dem täglichen Gebet schöpfen wir die Kraft, für die Menschen da zu sein.“

Im Anschluss an die Predigt knieten die vier Patres Roman, Lukas, Slawomir und Zbigniew vor dem Altar nieder und erneuerten die Ordensprofess und den Bund mit der Gottesmutter Maria.

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Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Elvira Köpfer, fand herzliche Worte des Dankes für den Einsatz der Patres in der Seelsorgeeinheit: „Danke für das Gute und Heilige, was ihr jeden Tag tut. Eure Berufung ist unersetzlich und notwendig für uns.“ Als Stärkung für die Patres hatte Elvira Köpfer einen Vesperkorb mitgebracht. Zur Versüßung des Festtages gab es obendrauf noch eine Schwarzwälder Kirschtorte. Elvira Köpfer hieß auch den neuen Pater Slawomir in der Ordensgemeinschaft willkommen.

Prior Pater Roman Brud (am Altar) zelebrierte den Festgottesdienst zum Paulinerpatrozinium in Todtmoos.
Prior Pater Roman Brud (am Altar) zelebrierte den Festgottesdienst zum Paulinerpatrozinium in Todtmoos. | Bild: Andreas Böhm

Der Orden der Pauliner geht auf den heiligen Paulus von Theben zurück, der als erster Einsiedler gilt und in Ägypten lebte. Um der Verfolgung des damaligen Kaisers Decius zu entgehen, floh Paulus in die Wüste, um in der Einsamkeit zu beten. Der Orden hat seinen Ursprung in Ungarn. Als Vater und Gründer gilt Eusebius von Esztergom. Der Paulinerorden erhielt 1262 den päpstlichen Segen. Die Ordensleitung hat ihren heutigen Sitz in Jasna Gora in Tschenstochau in Polen. Der Paulinerorden ist heute in der ganzen Welt vertreten. In Deutschland wirken die Pauliner in Mainburg, Erding, Passau, Pfarrkirchen und Todtmoos. Der Orden hat sich der Gottesmutter Maria geweiht.

1987 gründeten die Pauliner ihren Konvent im Pfarrhaus von Todtmoos und übernahmen den Seelsorgedienst. Im Jahr 2005 wurde der gemeinsame Weg zur Seelsorgeeinheit Todtmoos-Bernau begonnen.