„Rößle“-Altwirt Albert Maier ist nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 88 Jahren gestorben. Noch vor kurzer Zeit war er stets bei gutem Wetter in seinem Rollstuhl neben dem „Hausbänkle“ vor seinem Holzhaus zu sehen. „Rößle“-Angestellte, Freunde, Gäste und Verwandte nutzten diese Gelegenheit, mit ihm ein kurzes und immer freundliches Gespräch zu führen. Mit dem Tod von Albert Maier schwindet die Zahl der Bürger, die noch viel von früher zu erzählen wissen, er verfügte über ein außergewöhnliches Gedächtnis.

Die Entwicklung

Albert Maier trug das Erbe seiner Vorfahren mit viel Fleiß, Umsicht und enormem Weitblick zu dem weiter, was es heute ist. Mit 33 Jahren heiratete der Gastronom und Küchenchef 1966 Maja Erhart, die am Dreikönigstag 2016 im Alter von 75 Jahren starb. Das junge Ehepaar ergänzte sich bestens im Vorhaben, das „Rößle“ zu einem exklusiven und doch familiären Hotel zu entwickeln. 1967 kam mit Sohn Thomas der Stammhalter zur Welt, der seit 1. Juli 1993 das Hotel mit Ehefrau Astrid im Sinne seiner Eltern weiterführt und zu einem 4-Sterne-Hotel ausbaute.

In den Medien

Geschickt fädelte Maier Kontakte zum ZDF ein, um das Hotel „Rößle“ 1978 in der Fernsehserie „Fahrt ins Blaue“ mit Maria und Margot Hellwig in Szene zu setzen. Schon in den 50er Jahren stand das „Rößle“ mit dem Heimatfilm „Wenn am Sonntagabend die Dorfmusik spielt“ im Zentrum des Medieninteresses. Albert Maier konnte stolz darauf sein, dass sein „Rößle“ in seinem Sinne von Sohn Thomas mit Astrid in der neunten Generation sowie seinen Enkeln Alexander, Daniel und Vanessa dann in der zehnten Generation weitergeführt wird.

Die Beisetzung findet am Dienstag, 10. August, um 12.30 Uhr auf dem Todtmooser Friedhof statt. Anschließend ist das Seelenamt in der Wallfahrtskirche.