Ein technischer Defekt an einem Kühlaggregat mit entsprechender Rauchentwicklung in der Todtmooser Verus-Klinik rief am Freitagabend gegen 20.30 Uhr ein Großaufgebot von Feuerwehr, Deutschem Roten Kreuz und der Landespolizei auf den Plan. Die gesamte Klinik in der Hauptstraße wurde vorsorglich evakuiert. Menschen kamen nach ersten Informationen nicht zu Schaden.

Rasch waren die Feuerwehren aus Todtmoos und Herrischried vor Ort, um die vom Hausmeister der Verus-Klinik gemeldete Rauchentwicklung im Technikraum des Gebäudes zu lokalisieren.
Rasch waren die Feuerwehren aus Todtmoos und Herrischried vor Ort, um die vom Hausmeister der Verus-Klinik gemeldete Rauchentwicklung im Technikraum des Gebäudes zu lokalisieren. | Bild: Andreas Böhm

Uwe Kaiser, der Hausmeister der privaten Akutklinik für Psychosomatik und Psychotherapie setzte den Notruf ab. Kurze Zeit später war die Feuerwehr Todtmoos am Einsatzort. Wie Benjamin Ernst, Kommandant und Einsatzleiter der Wehr gegenüber dem SÜDKURIER erklärte, konnte die Rauchentwicklung zwar festgestellt, aber zunächst nicht lokalisiert werden. Ein Atemschutztrupp der Feuerwehr suchte dann im Untergeschoss der Klinik im Bereich der Tiefgarage längere Zeit nach der Ursache. Schließlich fanden die Einsatzkräfte in einem Technikraum des mehrgeschossigen Gebäudes ein defektes Kühlaggregat, das für die Rauchentwicklung verantwortlich war. In der Zwischenzeit traf zur Unterstützung auch die Feuerwehr aus Herrischried ein. Der Rauch drang zum Glück nicht in die oberen Stockwerke ein, sondern konzentrierte sich auf den Technikraum und die Tiefgarage.

Die Feuerwehrmänner im Einsatz bei der Verus-Klinik in Todtmoos.
Die Feuerwehrmänner im Einsatz bei der Verus-Klinik in Todtmoos. | Bild: Hans-Dieter Folles

Alle 34 Patienten wurden vorsorglich aus dem Gebäude evakuiert. Die DRK-Bereitschaft des Kreisverbandes Säckingen und des DRK-Ortsverbandes Görwihl kümmerten sich um die Patienten und führten sie in das nahe gelegene katholische Pfarrzentrum. Dort wurden sie vom DRK betreut, bevor sie wieder in die Klinik zurückkehren konnten. Ein Techniker des Energiedienstes Netze machte die defekte Anlage stromlos. Zahlreiche Schaulustige säumten die Straße. Nach knapp 90 Minuten konnte schließlich Entwarnung gegeben werden und die Einsatzkräfte rückten wieder ab.

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