Der Todtmooser Gemeinderat zog am Dienstagabend einen vorläufigen Schlussstrich unter die schier unendliche Geschichte eines Pflasterbandes in der Murgtalstraße. Wir berichteten bereits ausführlich über die kontroverse Diskussion in der vorletzten Ratssitzung. Bei einer Enthaltung wurde nun folgender Beschluss gefasst: das grobe Pflasterband wird nicht entfernt.

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Die Fläche der bereits entfernten Schwelle (Huckel) zur Verkehrsberuhigung wird an das Pflasterband angeglichen. Sinnvolle Maßnahmen zur Reduzierung der Fahrzeuggeschwindigkeit in diesem Bereich sollen im kommenden Frühjahr umgesetzt werden. Ein Anwohner forderte primär aus Gründen des Lärmschutzes schon seit Jahren die Entfernung des Pflasterbandes aus grobem Granit, alternativ den Einbau von feinem und somit leiserem Betonpflaster.

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Die Gemeinde verwies immer wieder auf die Bindungsfrist für die geförderte Maßnahme, um bei Veränderungen nicht zur möglichen Rückzahlung von Fördermitteln verpflichtet zu werden. Kämmerer Uwe Bonow legte die neuesten Erkenntnisse zu den Bindefristen vor. Demnach endete die Bindefrist für gewährte Mittel aus dem Landessanierungsprogramm nach fünf Jahren nach Bekanntmachung, also im Juni 2008. Die Bindefrist für die Mittel aus dem Ausgleichsstock, die ebenfalls flossen, beträgt hingegen 50 Jahre und würde im Juni 2053 enden. Uwe Bonow merkte an, dass eine Veränderung des Ist-Zustandes durch die Gemeinde für künftige Fördermittel Folgen haben könnte, Stichwort finanzschwache Gemeinde: „Das wird uns bei künftigen Zuschussanträgen auf die Füße fallen“.

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Einige Räte und der Kämmerer befürchteten auch einen „Jojo-Effekt“. Da in der Straße mehrere Pflasterbänder verbaut sind, könnten andere Anwohner auch auf eine Nachbesserung wegen möglicher Lärmbelastung bestehen. Die Kosten müsste die Gemeinde tragen.

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Bürgermeisterstellvertreter Jörg Zimmermann zu der Entscheidung: „Wir haben fast keine andere Wahl, als nichts zu tun“. Er verstehe jedoch das Problem der Anwohner, so Zimmermann. Bettina Fuchs, CDU, sprach dennoch von einem Einschnitt in das Leben der betroffenen Anwohner. Michael Schmitz, Freie Wähler, machte sich dafür stark, durch andere Lösungen für Schrittgeschwindigkeit in der Straße zu sorgen. CDU-Rat Stefan Waßmer schlug, vielleicht ironisch gemeint vor, die Kosten für einen neuen „Huckel“ zu erfragen. Jörg Zimmermann abschließend: „Es ist wichtig, einen Konsens mit den betroffenen Anwohnern zu finden. Wir müssen uns der gegebenen Situation stellen“.

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