Pater Roman hat im Advent einen Teil seiner Modelleisenbahnanlage im Kloster in Todtmoos wieder mit weihnachtlichen Motiven gestaltet. Als er von seiner bisherigen Wirkungsstätte in Stegen im Dreisamtal nach Todtmoos zog, nahm er seine Eisenbahn mit. In seinem Zimmer im Kloster hatte die Anlage jedoch keinen Platz.

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So baute der Geistliche seine Schätze kurzerhand in der großen Diele des Klosters auf. Vor der Corona-Pandemie fanden sich Kinder und Jugendliche der Pfarrei ein, um zusammen mit dem Pater die Züge rollen zu lassen: „Mein Ziel war es, Kindern und Familien eine Freude zu bereiten“, so der Geistliche. Und er fügt schmunzelnd hinzu: „Ein Pater macht nicht bloß Gottesdienst, sondern auch mal etwas anderes“! Sogar die Todtmooser Strickfrauen waren schon zu Besuch, um die imposante Anlage zu bestaunen.

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Die Modelleisenbahn wurde im Laufe der Zeit komplett auf digitale Technik umgestellt. Immer wieder bekam Roman Brud von Familie und Freunden neue Züge, Loks und Häuschen geschenkt. Nach dem Einschalten blinkt und leuchtet es an allen Ecken. Mit viel Liebe zum Detail hat der Pater die Anlage mit bekannten Bauwerken gestaltet. Zu sehen ist unter anderem die Freiburger Herz-Jesu-Kirche, die er als Dank für eine Trauung vom Brautpaar geschenkt bekam. Auch die Hexenlochmühle hat ihren festen Platz gefunden. Ein italienisches Dorf wurde ebenfalls in die Landschaft eingefügt.

Selbst Papst Franziskus grüßt freundlich aus einer Häuserzeile der Modelleisenbahn.
Selbst Papst Franziskus grüßt freundlich aus einer Häuserzeile der Modelleisenbahn. | Bild: Andreas Böhm

Selbst Papst Franziskus wurde als Figur integriert. Natürlich darf auch ein Relief der Todtmooser Wallfahrtskirche nicht fehlen, welches der Pater selbst bemalt hat. Stolz präsentiert Roman bei unserem Besuch einen ganz besonderen Zug; seinen Musikwaggon. Mittels Chipkarte kann Musik gespeichert und je nach Bedarf während der Fahrt abgespielt werden. Aktuell erklingen natürlich weihnachtliche Weisen. Das Aussehen der Modelleisenbahn ändert sich immer wieder. Je nach kirchlicher Jahreszeit wird die Dekoration umgestellt.

Ein von Pater Roman bemaltes Relief der Todtmooser Wallfahrtskirche hat auch schon einen Platz in der Landschaft gefunden.
Ein von Pater Roman bemaltes Relief der Todtmooser Wallfahrtskirche hat auch schon einen Platz in der Landschaft gefunden. | Bild: Andreas Böhm

Jetzt zu Weihnachten ist eine schöne Krippe zu bestaunen. Die Urmadonna, nach der die große Marienstatue auf der Kälberweid angefertigt wurde, wird in der Landschaft auch ihren verdienten Platz erhalten. Auf die Frage nach einer Erweiterung der Anlage sagt der Pater: „Ich würde meine Eisenbahn gerne noch größer machen, aber es gibt Platzprobleme.“ Neben der Liebe zur Modelleisenbahn pflegt der beliebte und geschätzte Geistliche aber noch ein anderes, schönes Hobby.

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Roman Brud ist passionierter Maler mit künstlerischer Ader. Die Todtmooser Wallfahrtskirche war eines seiner ersten Werke. Wenn es seine kostbare Zeit erlaubt, möchte Pater Roman sämtliche Kapellen der Seelsorgeeinheit in Todtmoos und Bernau malen.