Das Anlegen insektenfreundlicher Vegetation auf gemeindeeigenen Flächen hat sich der Todtmooser Gemeinderat in der jüngsten Sitzung beschlossen. Das Thema wurde auf Anregung von Bürgermeisterin Janette Fuchs auf die Tagesordnung gesetzt. Die Rathauschefin forderte die Umsetzung entsprechender Maßnahmen, primär auf bereits bestehenden örtlichen Grünflächen.

Die aktuelle Situation

Viele dieser Flächen sind mit Rasen ohne Blütenflor eingesät und bieten Insekten, wie etwa Bienen, Schmetterlingen oder Hummeln, kein Nahrungsangebot. Zudem werden Rasenflächen, aber auch Wiesen abgemäht, bevor sie ausgeblüht haben.

Das Anlegen insektenfreundlicher Vegetation beschloss der Todtmooser Gemeinderat. Biene, Hummel und Schmetterling wird es freuen.
Das Anlegen insektenfreundlicher Vegetation beschloss der Todtmooser Gemeinderat. Biene, Hummel und Schmetterling wird es freuen. | Bild: Andreas Böhm

Dies bemängelte CDU-Gemeinderat Stefan Wasmer in der Sitzung und regte eine gezielte Pflege durch den Bauhof an. Jedoch solle kein Mehraufwand an Arbeit erzeugt werden, so Wasmer. Generell stieß der Vorschlag der Bürgermeisterin in der Ratsrunde auf ein positives Echo. Freie Wähler Rat Wolfgang Jehle sagte: „Ich sehe hier die Gemeinde als Vorreiter.“

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Die Bürgermeisterin ergänzte: „Wir sollten die Anderen hier ein stückweit mitnehmen.“ Fuchs hatte schon nach passenden Flächen Ausschau gehalten. Infrage käme zum Beispiel die neu angelegte Grünfläche auf dem Friedhofparkplatz: „Es gibt Plätze, die wir der Insektenwelt zur Verfügung stellen können. Es muss nicht immer alles pingelig gemäht werden“, meinte Fuchs. CDU-Rat Christian Zumkeller schlug vor, die Blumenwiesen mit einer Beschilderung zu kennzeichnen. Der Gemeinderat beschloss das Anlegen insektenfreundlicher Vegetation einstimmig.