Andreas Böhm

Der Musikverein Todtmoos-Weg begeisterte am Sonntagnachmittag in der voll besetzten Wehra­talhalle beim Jahreskonzert das Publikum mit einem abwechslungsreichen Programm, das keine Wünsche offen ließ. Der erste Teil des Konzertes war geprägt von klassisch-konzertanter Blasmusik, während im zweiten Teil moderne Kompositionen sowie ein Marsch und eine Polka zu Gehör gebracht wurden.

Mit einem gelungenen Jahreskonzert begeisterte der Musikverein Todtmoos-Weg die Gäste in der voll besetzten Wehratalhalle.
Mit einem gelungenen Jahreskonzert begeisterte der Musikverein Todtmoos-Weg die Gäste in der voll besetzten Wehratalhalle. | Bild: Andreas Böhm

Der Vorsitzende des Musikvereins, Herbert Kiefer, zeigte sich bei der Begrüßung überwältigt von der großen Zahl an Musikfreunden, die sich nach zweijähriger Corona-Zwangspause zum 42. Jahreskonzert unter der Leitung von Robert Faller eingefunden hatten.

Das Eröffnungsstück, ein Thema aus „Also sprach Zarathustra“ von Richard Strauss, stellte einen besonderen Bezug zum Verein dar, denn die „Wegner Musik“ wurde just im selben Jahr gegründet, als der Komponist dieses Werk schrieb. Einige Jungmusiker führten durch das Konzertprogramm, das eine musikalische Weltreise von Europa über Amerika bis nach Afrika darstellte. Geprägt von schnellem Tempi- und Rhythmus-Wechsel war Jacques Offenbachs „La Vie Parisienne“, eine Darstellung des Lebens im Paris des 19. Jahrhunderts.

Stücke mit Kontrast

Der Traum von einer freien Welt spiegelte sich im Konzertwerk „Free World Fantasy“ wider. Ludwig van Beethovens „Freude schöner Götterfunken“ war eine Hommage an die europäische Wertegemeinschaft. Seit 1985 ist sie die offizielle Hymne der Europäischen Gemeinschaft. Einen musikalischen Hochgenuss servierte der Musikverein Todtmoos-Weg mit dem Welthit von Elvis Presley „Can‘t Help Falling In Love“ aus dem Filmklassiker Blue Hawaii. Als Solist am Altsaxophon glänzte Georg Maier.

Als Kontrast zu dem gefühlvollen Stück folgte mit „Africa“ ein Pop Klassiker der amerikanischen Gruppe Toto, der einst auf das Schicksal hungernder Kinder in Afrika aufmerksam machen sollte. Das Genre der volkstümlichen Blasmusik hatte sich der Musikverein bis zum Schluss aufgehoben. Mit der Polka „Ehrenwert“ aus der Feder von Martin Scharnagel von der Formation „Viera Blech“ erklang ein Stück, das Elemente der traditionellen Blasmusik mit Passagen aus Sinfonik und Pop verband.

Bürgermeister Marcel Schneider bedankte sich nach dem offiziellen Programmteil bei den Aktiven für die tolle Bandbreite des Konzertes und hob das ehrenamtliche Engagement der Musikerinnen und Musiker hervor. Die vom begeisterten Publikum geforderten Zugaben wurden von der Wegner Musik gerne gewährt.