Bei einer Ortsbegehung hat der Todtmooser Gemeinderat am Dienstagabend eine Problemzone entlang der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Au und Glashütte im Gewerbegebiet „Sägemoos“ in Augenschein genommen. Am steilen Hang entlang der Talstraße kommt es bei Starkregenereignissen immer wieder vor, dass das herabstürzende Wasser den seitlichen Graben und die vorhandenen Abläufe verstopft. Dies birgt die Gefahr einer Unterspülung der Fahrbahndecke mit entsprechenden Folgeschäden.

Bei Starkregen besteht im Todtmooser Gewerbegebiet „Sägemoos“ die Gefahr einer Unterspülung der Fahrbahn. Daniel Stoll von Stoll Bau (links) zeigte bei der Begehung des Gemeinderats Lösungen auf. Rechts Bürgermeisterstellvertreter Jörg Zimmermann, Mitte CDU Rätin Bettina Fuchs.
Bei Starkregen besteht im Todtmooser Gewerbegebiet „Sägemoos“ die Gefahr einer Unterspülung der Fahrbahn. Daniel Stoll von Stoll Bau (links) zeigte bei der Begehung des Gemeinderats Lösungen auf. Rechts Bürgermeisterstellvertreter Jörg Zimmermann, Mitte CDU Rätin Bettina Fuchs. | Bild: Andreas Böhm

Der Experte

Daniel Stoll von der Todtmooser Firma Stoll Bau war vor Ort und erläuterte mögliche Maßnahmen aus fachlicher Sicht. Der ursprüngliche Vorschlag, den Straßengraben mit sogenannten L-Steinen auszukleiden, wurde schnell verworfen. Als bessere und kostengünstigere Alternative schlug Stoll vor, auf einer Länge von etwa 20 Metern normale Randsteine zu setzen.

Die Kosten

Zudem sollen die Schächte umgebaut und erhöht werden, um deren Querschnitt zu vergrößern. Dies hat nach Meinung des Fachmannes den Effekt, dass die Schächte nicht mehr durch Laub verstopft werden können. Die Kosten pro Schacht belaufen sich auf etwa 2400 Euro, inklusive Einbau. Das Einlaufpflaster an einer besonders neu­ralgischen Stelle soll ebenfalls erneuert werden. Besonders bei Starkregen sammelt sich das Wasser weiter oben am Berg an einem Waldweg und bahnt sich seinen Weg hinunter zur Straße.

So geht es weiter

Nach Meinung einiger Räte kann das Wasser in diesem oberen Bereich nur bedingt verteilt werden und konzentriert sich somit auf wenige Abläufe talwärts. Es soll jedoch mit dem zuständigen Forst Kontakt aufgenommen werden, um möglicherweise das Problem etwas zu entschärfen. Bis zur nächsten Ratssitzung am 6. Juli erstellt die Firma Stoll Bau ein neues Angebot. Dann will der Gemeinderat über notwendige Maßnahmen und eine Vergabe entscheiden.