Bereits zum zweiten Mal in Folge fiel die größte Wallfahrt zum Gnadenbild der Gottesmutter von Todtmoos, die Wallfahrt aus Hornussen in der Schweiz, der Corona-Pandemie zum Opfer. Als Zeichen der Solidarität mit den Pilgern aus dem Fricktal wurde der letzte Abschnitt des Weges vom Todtmooser Ortseingang bis hinauf zur Wallfahrtskirche, begleitet von Glockengeläut, auch in diesem Jahr begangen.

In der kleinen Gruppe mit dabei waren neben einigen Todtmoosern auch Bürgermeisterin Janette Fuchs und Paulinerpater Roman Brud sowie der Schweizer Pilgerführer Charly Herzog. Sieben Pilger, unter ihnen auch Pater Lukas, pilgerten sogar, begleitet von heftigen Regenschauern, vom badischen Laufenburg aus über die Höhen des Hotzenwaldes, dem traditionellen Weg folgend, nach Todtmoos.

Im Vorzeichen der Wallfahrtskirche wurden sie mit einem Marienlied, auf der Trompete gespielt von Altbürgermeister Herbert Kiefer und Viktor Stocker aus der Schweiz, musikalisch begrüßt. Bei der anschließenden, kleinen Andacht wurden die Pilger herzlich willkommen geheißen.

Gedenken an Gelübde

Die Hornusser Wallfahrt ist mit rund 200 Teilnehmern der größte Pilgerzug, der jährlich am Montag vor Pfingsten den 42 Kilometer langen Weg aus der Schweiz über den Rhein nach Todtmoos zurücklegt. Die Wallfahrt wurde im Jahr 1600 erstmals schriftlich belegt. Sie beruht auf einem Gelübde, das zu der Zeit abgelegt wurde, als in Europa eine verheerende Pest wütete.

Bis heute blieben die Pilger aus der Schweiz ihrem Gelübde treu: Wenn die Mutter Gottes von Todtmoos uns vor der Pest bewahrt, werden wir jedes Jahr zu ihr wallfahren. Seit einigen Jahren schon beteiligen sich auch regelmäßig einige Einwohner aus Todtmoos an dem beeindruckenden Pilgerzug.