In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellte Claudia Steinhardt von der Hochschwarzwald Tourismus GmbH (HTG) dem Gremium die Übernachtungszahlen des Jahres 2019 vor. Claudia Steinhardt erläuterte das Zahlenwerk.

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Demnach betrug die Anzahl der Übernachtungen in touristischen Betrieben ohne Zweitwohnungen 225.342. Im Vorjahr betrug die Anzahl der Übernachtungen 214.098. Somit konnten die Übernachtungen um 11.244 gesteigert werden. In der Kategorie Übernachtungen in Betrieben ab zehn Betten konnte die Zahl um 8.212 auf 187.202 gesteigert werden. In Betrieben unter zehn Betten betrug die Steigerung 3.032 Übernachtungen gegenüber 2018. Die Gästeankünfte insgesamt ohne Einrechnung der Zweitwohnungen stieg um 4.908 auf 48.625. Die Bettenkapazität ohne Zweitwohnungen betrug im vergangenen Jahr 1989.

Erstmals schlug der neu eröffnete Wohnmobilstellplatz An der Wehra in dem Zahlenwerk positiv zu Buche. Aus dem Stand konnte hier eine Übernachtungszahl von 2.727 erreicht werden. Claudia Steinhardt wehrte sich bei ihrer Vorstellung der Zahlen gegen den Vorwurf eines Zuhörers, dass in dem Zahlenwerk Äpfel mit Birnen verglichen würden.

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Positiv stellte Claudia Steinhardt eine stetige Entwicklung des ausländischen Marktes in den vergangenen Jahren fest. Dieser Trend werde jedoch durch die aktuelle Corona-Pandemie stark gebremst. Die meisten Gäste kommen nach der Statistik der HTG nach wie vor aus Deutschland. Bei den ausländischen Gästen liegt die Schweiz auf dem vorderen Rang, gefolgt von den Niederlanden, Belgien und Frankreich.

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Auf Nachfrage aus der Ratsrunde bezüglich der geringen Akzeptanz der Hochschwarzwald Card bei den Todtmooser Beherbergungsbetrieben erklärte die Tourismus-Expertin, das die Teilnahme freiwillig sei. Möglicherweise sei die Karte einzelnen Betrieben zu teuer. Steinhardt bezeichnete die umlagefinanzierte Hochschwarzwald Card als wertvolles Marketinginstrument. Gefragt nach dem Schwerpunkt des Tourismus in Todtmoos aus ihrer Sicht nannte sie die Natur, das gesellige Wandern und den Bereich Familienurlaub. Für Familien müssten aber mehr Anreize geschaffen werden, so Steinhardt. Sie sah hier auch die Betriebe in der Pflicht. Die Bereitschaft zur Zertifizierung fehle: „Todtmoos könnte noch mehr leisten. Die Familie ist bislang kein Thema für die Häuser“.

Folgen der Pandemie

In einem Ausblick auf den Tourismus in Bezug auf die Pandemie zeigte sich Claudia Steinhardt vorsichtig optimistisch, dämpfte aber zugleich die Erwartungen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität. Diese sei nicht vor dem Jahr 2022 zu erwarten, so Steinhardt abschließend.