Nachdem in der letzten Sitzung des Todtmooser Gemeinderates vorgestellten Feuerwehrbedarfsplanes für die nächsten fünf Jahre kommen auf die Wehr und die Verwaltung einige Maßnahmen zu, die umgesetzt werden sollten. Es gab aber auch Lob für den aktuellen technischen und personellen Stand der Feuerwehr insgesamt. Der Plan wurde im Detail von Patrik Habeth von FORPLAN vorgestellt.

Als Ergebnis der Planung kann festgehalten werden, dass in Teilen eine Anpassung des Gebäudekonzeptes nötig ist und der Fokus auf die künftige Aus- und Fortbildung gelegt werden muss. Auch die Anpassung der Fahrzeugstruktur wurde vermerkt. Zudem soll eine jährliche Überprüfung des Erreichungsgrades (wie schnell die Wehr am Einsatzort ist) und der Personalverfügbarkeit erfolgen.

Bezogen auf die letzten drei Jahre gab es nur eine geringe Fallzahl an zeitkritischen Einsätzen in Todtmoos. Neben dem Ausbau der Jugendfeuerwehr ist eine zusätzliche Kinderfeuerwehr denkbar, um den Nachwuchs früh an die Feuerwehr heranzuführen. Patrik Habeth führte im Zuge der Erstellung des Bedarfsplanes eine Analyse des Ist-Zustandes durch.

Bei der Gebäudestruktur wurden Defizite festgestellt, etwa dass der Werkstattbereich und die Umkleidemöglichkeit ausgereizt sind. Hier fehlt auch eine nötige Geschlechtertrennung. Auch die Fahrzeugstruktur wurde unter die Lupe genommen. Das älteste Fahrzeug der Todtmooser Wehr ist ein LF 8, Baujahr 1978 sowie ein SW 1000 aus dem Jahr 1989. Eine Ersatzbeschaffung für diese Fahrzeuge ist für die Jahre 2021/22 eingeplant.

Bürgermeisterin Janette Fuchs machte auf mögliche finanzielle Probleme bei der Umsetzung einzelner Maßnahmen, gerade im Gebäudesektor, aufmerksam. Der Fachmann riet dazu, sich zusammenzusetzen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Die Mindestausstattung mit 15 Einsatzkräften nach einer Risikoanalyse kann die Feuerwehr Todtmoos erfüllen. Derzeit gehören der Wehr 38 Aktive an. Als Soll-Zahl empfiehlt der Bedarfsplan für Todtmoos jedoch 45 Einsatzkräfte: „Der Grundschutz ist sichergestellt“, so Patrik Habeth. Die Zufriedenheitsanalyse, die durch eine Befragung der Kameraden ermittelt wurde, fiel durchweg positiv aus. In der Gefährdungsanalyse wurde der Hauptort mit seinen vielen gastronomischen Betrieben hoch eingestuft. Auch die Tatsache, das Todtmoos von großen Waldflächen umgeben ist, floss als Gefahrenpotenzial in die Bewertung mit ein.

Patrik Habeth bescheinigte der Todtmooser Wehr insgesamt einen guten Ausbildungsstand. Als nächster Schritt muss nun der Feuerwehrbedarfsplan vom Gemeinderat beschlossen werden. Laut Bürgermeisterin Fuchs soll ein Zeitfenster über das weitere Vorgehen erstellt werden.