Die Konditorei Café „Bockstaller“ in Todtmoos gehört zu den 500 besten Cafés deutschlandweit. Zu diesem Ergebnis kam die Jury des Fachmagazins „Feinschmecker“. Der Todtmooser Familienbetrieb erhielt diese Auszeichnung, die drei Jahre Bestand hat, zum zweiten Mal in Folge. Gabriele und Franz Bockstaller, die den Betrieb seit 26 Jahren führen, zeigten sich im Gespräch mit dieser Zeitung erfreut über die fachliche Würdigung ihrer Arbeit. Die Experten der Redaktion des Magazins testeten die Betriebe anonym. Gabriele Bockstaller erklärte: „Im Jahr 2021 waren die Tester unterwegs. Wir wissen aber nicht, ob eine Frau, ein Mann oder ein Pärchen bei uns waren“. Konditormeister Franz Bockstaller ergänzte: „Wir sehen das sehr positiv, dass wir erwähnt werden“.

Die Kriterien

Erstmals erhielten die Bockstallers im Jahr 2018 eine Anfrage des Magazins auf die Aufnahme in die engere Wahl. Es mussten Fotos und eine Beschreibung des Betriebs eingereicht werden. Testkriterien waren die Qualität der Produkte, der Service im Café und das Ambiente. In der Bewertung hervorgehoben wurden die „kreativen und köstlichen Erfindungen“ des Konditormeisters, wie etwa die Todtmooser Baumstämmle oder die Schwarzwälder Stielkirschen. Das Renommee des Betriebs sei stetig gewachsen, und regelmäßig gewinne Franz Bockstaller Preise für seine Torten und Pralinen, ist in der Bewertung zu lesen. Der Konditormeister nennt als Grundlage für den Erfolg: „Wenn du die Leistung nicht bringst, dann wird es sehr schwierig“.

Die Ausbildung

Dass die Leistung im Café „Bockstaller“ stimmt, bestätigen auch die Gäste. Deren Meinung bescherte dem Betrieb 2021 beim Kuckuck-Award der Schwarzwald-Tourismus GmbH mit Sitz in Freiburg den Titel „Café des Jahres“. Das Café „Bockstaller“ ist seit Jahren auch als ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb in der Region bekannt. Erst im vergangenen Jahr schloss die Konditorin Grete Leyde ihre Ausbildung als Kammersiegerin ab und gewann anschließend auch den Landeswettbewerb. Im Fachverkauf brachte der Betrieb schon eine Landes- und Bundessiegerin hervor. Auszubildende im Konditorhandwerk zu finden, sei kein Problem, erklärte Franz Bockstaller, der seine Ausbildung im Café „Zeller“ in St. Blasien machte: „Wir haben schon viele Praktikanten aus der Schule übernommen.“ Probleme beim Nachwuchs gebe es allerdings im Fachverkauf, fügte Bockstaller an.

Die Familientradition

Im eigenen Familienkreis wird die Tradition des Konditorhandwerks fortgeführt. Der Sohn Matthias Bockstaller und dessen Verlobte Anna Faller haben 2019 das Museums-Café „Denkpause“ in Wehr neu eröffnet. Auch im elterlichen Betrieb in Todtmoos bringt sich der Koch und Konditormeister, sehr zur Freude seiner Eltern, mit neuen Ideen mit ein.