Die Todtmooser Heimatdichterin und Autorin Erika Buhr hat bei den Heimattagen in Radolfzell von Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer die Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten. Im Nachgang besuchte die Todtmooser Bürgermeisterin Janette Fuchs Erika Buhr im Ortsteil Rütte und überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde: „Frau Buhr ist ein Todtmooser Urgestein. Sie lebt Heimat, sie schreibt Heimat uns sie liebt Heimat.“ Sie dankte ihr für ihre aktive und innige Heimatpflege.

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Sie habe nicht nur mit ihren Büchern Großartiges geleistet. Ihre Theaterstücke seien ihre Meisterstücke, auf die sie stolz sein dürfe. Fuchs erwähnte besonders das Theaterstück „Zeit ohne Stunden“, das die heute 88-Jährige zur 750-Jahr-Feier von Todtmoos geschrieben hatte: „Das Theaterstück war einzigartig und wird in die Geschichte unserer Gemeinde eingehen.“ Dieses Bühnenstück sei ein Heimatschatz.

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Bei der Feier waren neben Erika Buhrs Töchtern Gudrun Wasmer und Corinna Vogt auch Thomas Fechtig aus Ühlingen-Birkendorf, der mit Corinna Vogt im Kultur- und Theaterverein Zeitschleuse in Ühlingen-Birkendorf ist. Für den Verein hat Erika Buhr drei Stücke geschrieben; ein weiteres ist in Arbeit. Corinna Vogt freute sich mit ihrer Mutter über die Auszeichnung: „Wir sind stolz, so eine tolle Schreiberin aus Todtmoos zu haben.“ Mit dem Stück zum Todtmooser Ortsjubiläum habe sie die Historie zum Leben erweckt. Fechtig erklärte, dass es ein Jahr von der Beantragung der Medaille bis zur Bestätigung gedauert habe.

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Erika Buhr zeigte sich in ihrer bescheidenen Art dankbar und überrascht über die Auszeichnung: „Ich hatte das gar nicht erwartet. Das war eine Riesenüberraschung für mich. Ich mache das aus Liebe zum Schreiben.“ Erika Buhr wuchs mit drei Geschwistern in einer typischen Schwarzwaldfamilie auf. Schon in jungen Jahren verfasste sie gerne Mundartgedichte. 1995 erschien ihr erster Gedichtband „Wa i am Weg no gfunde ha“. Es folgten weitere wie „Im Zitewind“ und „Mosaiksteine“. Im Jahr 2006 wurde ihr Gedicht „Ungetüm“ aus 2500 Gedichten von der Goethe-Bibliothek ausgewählt und erschien 2007 im Gedichtband „Die Besten“. Das Freilichtstück „Im Wind der Zeit“ hatte Erika Buhr 2016 zum Jubiläum 1200 Jahre Ühlingen geschrieben. In den vergangenen sechs Jahren haben rund 20.000 Zuschauer die Theateraufführungen gesehen.