Böhmisch-Mährische Klänge zum Jubiläum: Lange musste der Musikverein Todtmoos-Weg auf diesen Tag warten. Aufgrund der Pandemie wurde das 125-jährige Vereinsjubiläum bereits um ein Jahr verschoben. Mit einem grandiosen Blasmusikabend feierte die „Wegner Musik“ am Samstag nun ihr Jubiläum „125 plus 1 Jahre“.

Zu Gast waren zwei ausgezeichnete Formationen, die sich der böhmisch-mährischen Musik verschrieben haben und dem Publikum einen kurzweiligen Abend boten. Den Auftakt in der Wehratalhalle vor über 200 Gästen machten Christoph Gleichauf und seine Blaskapelle „Keine Stille Stunde“. Die Formation bereichert die Szene seit viereinhalb Jahren und zog an dem Abend alle Register ihres Könnens. Nach dem Eröffnungsmarsch „Im Eilschritt nach Sankt Peter“ folgte mit „Endlich wieder musizieren“ aus der Feder von Christoph Gleichauf – ein Titel, welcher auch die generelle momentane Situation der Blasorchester kaum besser hätte beschreiben können.

Musikalische Akzente setzte die Blaskapelle „Keine Stille Stunde“ beim Konzertabend in Todtmoos.
Musikalische Akzente setzte die Blaskapelle „Keine Stille Stunde“ beim Konzertabend in Todtmoos. | Bild: Andreas Böhm

Denn wie die Vorsitzende des Jubiläumsvereins, Barbara Schemmer, betonte: „Es ist keine einfache Zeit.“ Umso mehr genossen die Zuhörer und Musiker gleichermaßen den Abend in Todtmoos. Neben zahlreichen Kompositionen von Musikern aus den eigenen Reihen begeisterte „Keine Stille Stunde“ auch mit legendären Stücken von Ernst Mosch, der zu Recht als König der Blasmusik gilt. In dem Medley „Heute moschen wir“, waren viele Klassiker der Egerländer Musikanten verarbeitet.

Das Posaunenregister von „Keine Stille Stunde“ glänzte beim Konzertabend in Todtmoos mit dem Stück „Pfeffernüsse“.
Das Posaunenregister von „Keine Stille Stunde“ glänzte beim Konzertabend in Todtmoos mit dem Stück „Pfeffernüsse“. | Bild: Andreas Böhm

Gespickt war das Konzertprogramm von Christoph Gleichauf mit zahlreichen solistischen Einlagen. So kündigte Conferencier Michael Baier mit „Pfeffernüsse“ ein Solo für das Posaunenregister an, bei dem er selbst mitwirkte.

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Den zweiten Teil des unterhaltsamen Konzertabends bestritten „Michael Maier und seinen Blasmusikfreunde“. Auch dieses Programm brachte viele Höhepunkte mit zahlreichen eigenen Kompositionen wie etwa dem Marsch „Gruß aus dem Aachtal“ aus der Feder von Timo Dellweg.

Die Vorsitzende des Musikvereins Todtmoos-Weg, Barabara Schemmer, begrüßte zum Konzertabend Christoph Gleichauf von der Blaskapelle „Keine Stille Stunde“.
Die Vorsitzende des Musikvereins Todtmoos-Weg, Barabara Schemmer, begrüßte zum Konzertabend Christoph Gleichauf von der Blaskapelle „Keine Stille Stunde“. | Bild: Andreas Böhm

Bassist Harald Kirschner überzeugte das Publikum auf seinem Instrument als Solist beim „Tubamuckel“, ein Stück in Anlehnung an den klassischen Klarinettenmuckel. Elke Karr und Michael Maier präsentierten sich bei einigen Stücken als harmonisches Gesangsduo. Eine Premiere an dem Abend feierte die Polka „Aufwind“. Dirigent Michael Maier griff selbst zum Bariton und glänzte ebenfalls als Solist.

Perfektionist auf seinem Instrument: Harald Kirschner von der Kapelle „Michael Maier und seine Blasmusikfreunde“ als Solist beim „Tubamuckel“.
Perfektionist auf seinem Instrument: Harald Kirschner von der Kapelle „Michael Maier und seine Blasmusikfreunde“ als Solist beim „Tubamuckel“. | Bild: Andreas Böhm

Die beiden Orchester für den Konzertabend hatte Brigitte Kiefer vom Musikverein Todtmoos-Weg organisiert. Und sie hatte eine sehr gute Wahl getroffen, denn das Publikum im Saal war restlos begeistert.

Auch die Vorsitzende Barbara Schemmer zog nach dem gelungenen Konzertabend ein durchweg positives Resümee. Aufgrund der Pandemie war die Organisation eines solchen Konzertes mit besonders großem Aufwand verbunden: „Wir haben alles für die Sicherheit der Gäste und Musiker getan.“

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