Auf Einladung des CDU Ortsverbandes Todtmoos fand in den Räumen der Firma Zumkeller Holz in Au ein politischer Hock mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Felix Schreiner statt. Zahlreiche Einwohner hatten sich zu einer regen Diskussionsrunde eingefunden. Angesprochen wurden lokale Themen, unter anderem der Motorradlärm, die Sanierung des Freibades und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Quasi als Steilvorlage donnerten beim Thema Motorradlärm immer wieder lautstarke Maschinen über die nahe Landesstraße.

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Altbürgermeister Herbert Kiefer sah hier ein grundsätzliches Problem für eine schnelle Lösung: „Ich glaube nicht an einen Abbau der Bürokratie.“ Christian Zumkeller hinterfragte: „Wie lange geht es noch, bis die Politik reagiert, Sie lässt uns hier alleine.“ Karl Heinz Steidle brachte das Thema Luftverschmutzung durch Motorenlärm ein: „Das schadet dem Tourismus.“ Er forderte zudem eine Absenkung des Dezibel Grenzwertes. Felix Schreiner räumte ein, dass auch er keine schnelle Lösung anbieten könne. Seine Forderung: „Die schwarzen Schafe müssen bestraft werden und der Polizei muss ein Instrumentarium an die Hand gegeben werden.“

Ärger über die Behörden

Bürgermeisterin Janette Fuchs sprach das „Sorgenkind Freibad“ an und die schleppende Umsetzung des Projektes Kur- und Heilwald: „Im Moment ist das ein Behördenmobbing“, sagte Fuchs verärgert. Felix Schreiner betonte die Wichtigkeit, gerade in Ferienorten die benötigte Infrastruktur zu erhalten. Mehrere Bürger forderten mit Nachdruck den Erhalt und die Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum. Karl Heinz Steidle: „Es darf keine Abwanderung aus dem ländlichen Raum mehr stattfinden.“

Felix Schreiner sprach die Problematik der ärztlichen Versorgung und Pflege auf dem Land an. Hier müssten die passenden Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die Einzelpraxis ist seiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß: „Ärztehäuser sind unsere Zukunft“, so der Abgeordnete.

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Hierzu passte auch das Thema Albtalstraße, das von Manfred Maier als „Totales Drama“ bezeichnet wurde. Er wünsche sich hier eine Halbierung der Behördengänge. Schreiner übte Kritik an Gutachten, die immer noch nicht gemacht worden seien: „Jede Verhältnismäßigkeit der Albtalstraße ist aus dem Ruder gelaufen.“ Und noch ein Mal waren die Behörden Gegenstand von Kritik. Jörg Zimmermann brachte die Planung für eine neue Hängebrücke ins Spiel. Die schleppende Umsetzung des Projektes hängt seiner Meinung nach auch an den Behörden: „Wir haben einen Investor, aber wir bekommen keine Termine, damit das Projekt an Fahrt gewinnt“, so der CDU-Gemeinderat.