In der jüngsten Sitzung beriet der Todtmooser Gemeinderat über den Entwurf des Haushaltsplanes für 2022. Beschlossen werden soll die Satzung aber erst in der Sitzung am 7. Dezember. Der Entwurf wurde von Kämmerer Uwe Bonow und dessen Nachfolgerin Christine Quednow erläutert. Um das Minus im Haushalt teilweise auszugleichen, könnte an der Steuerschraube gedreht werden: „Steuererhöhungen sollten diskutiert werden. An die Realsteuern könnte man ran gehen“, regte der Kämmerer an. Eine Anhebung der Grund- und Gewerbesteuer um 10 Punkte würde einer Erhöhung von knapp 3 Prozent entsprechen. Dieser Vorschlag stieß im Gremium aber auf ein geteiltes Echo. Uwe Bonow argumentierte, dass die Grundsteuer zuletzt im Jahr 2005 erhöht worden sei; die letzte Anpassung der Gewerbesteuer liegt sogar schon 20 Jahre zurück: „Eigentlich sollte man alle drei bis vier Jahre die Teuerungsrate anpassen“, befand der Kämmerer.

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Der Entwurf weist im Gesamtergebnishaushalt einschließlich Finanzplanung ein veranschlagtes ordentliches Ergebnis von Minus 95.360 Euro aus. Den Erträgen von 5.442.728 Euro stehen Aufwendungen in Höhe von 5.538.088 Euro gegenüber.

Einige Beispiele aus dem Haushaltsansatz: bei Steuern und ähnlichen Abgaben rechnet die Verwaltung mit Einnahmen von 2,415 Millionen Euro. An Zuweisungen und Umlagen werden 1,856 Millionen Euro veranschlagt. Auf der Ausgabenseite schlagen die Personalaufwendungen mit 1,461 Millionen Euro zu Buche. Für Transferaufwendungen sind 2,004 Millionen Euro vorgesehen.

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Für Diskussionsstoff im Gremium sorgte die Darlegung der laufenden Kosten für den geplanten Kur- und Heilwald. Neben den Unterhaltungskosten von geschätzten 10.000 Euro werden die jährlichen Pachtkosten für 26 Hektar Waldfläche für den Kernbereich mit 11.000 Euro beziffert. Diese Pachtzahlung an die Forstbehörde erschien den Räten entschieden zu hoch. Bürgermeisterstellvertreter Jörg Zimmermann, der die Sitzung leitete, stellte die Frage: „Ist es uns das wert“? Bettina Fuchs, CDU: „Mir sind diese Kosten zu hoch“. Jörg Oehler, Freie Wähler: „Ich stehe dem Projekt noch positiv gegenüber, aber ist das im Moment für die Kommune tragbar“? Kämmerer Uwe Bonow wurde beauftragt, die Pachtkosten bis zur nächsten Sitzung nochmals kalkulieren zu lassen.