Der Musikverein Todtmoos-Weg hat die Feierlichkeiten zum 125-jährigen Vereinsjubiläum aufgrund der Corona Pandemie komplett auf das kommende Jahr verschoben. Eigentlich wollte die „Wegner Musik“ ihren Geburtstag mit verschiedenen Veranstaltungen in den kommenden Monaten zusammen mit vielen Gästen gebührend feiern. Da laut Landesverordnung Großveranstaltungen bis zum 31. August nicht gestattet sind, entschloss sich der Vorstand schweren Herzens zu diesem Schritt.

„Die Absage aller Festlichkeiten rund um unser Jubiläum hat die Mitglieder des Musikvereins Todtmoos-Weg natürlich geschmerzt. Es wurde gemeinsam schon viel Zeit und Energie in die Vorbereitungen gesteckt“, erklärt die Vorsitzende Barbara Schemmer. Alle Akteure, die im Rahmen des Jubiläums auftreten sollten, wurden kontaktiert. Christoph Gleichauf von der Blasmusikformation „Keine stille Stunde“ und Michael Maier und seine „Blasmusikfreunde“ haben sofort zugesagt, im nächsten Jahr beim Ausweichtermin 17. Juli 2021 aufzutreten. Rückmeldungen von befreundeten Blaskapellen aus der Region fehlen noch.

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„Keiner ist mit dieser jetzigen Situation glücklich. Ob es für den Verein zu finanziellen Verlusten kommt, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden“, erklärt Schemmer. Der Verein schaut dennoch optimistisch in das Jahr 2021. Es soll alles dafür getan werden, dass das Jubiläum dennoch gebührend gefeiert werden kann; dann eben 125 plus 1.

Schemmer betont, dass 2020 für alle kulturellen Vereine ein besonders schwieriges Jahr ist. Musikvereine dürfen auf nicht absehbare Zeit keine Proben abhalten und Veranstaltungen durchführen. „Ich persönlich glaube nicht, dass wir in diesem Sommer noch irgendwo öffentlich als Verein musizieren können“, bedauert die Vorsitzende. Doch nicht alleine das Musizieren fehlt den Mitgliedern derzeit. Auch das gesellige Leben mit Freunden und Gleichgesinnten fällt aus: „Man bleibt halt über die sozialen Medien in Kontakt, was aber natürlich nicht dasselbe ist.“

Dennoch bleibt den Musikanten ein Mindestmaß an Spielfreude. Einige Aktive spielen jeden Sonntagabend um 18 Uhr aus Fenstern und von Balkonen, als Zeichen der Verbundenheit untereinander und mit den Bürgern der Gemeinde in dieser schwierigen Zeit. Barbara Schemmer sieht die momentane Situation abschließend so: „Optimismus ist das Einzige was bleibt, und der Wunsch, das Alle gesund und wohlbehalten durch die nächsten Wochen kommen“.

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