Pater Roman freut sich sehr auf seine neue Aufgabe im Marienwallfahrtsort Todtmoos: „Ich war, bin und werde Diener Gottes, Mariens und der Menschen, die mir anvertraut sind“, sagt der 62-Jährige. Bereits vor 33 Jahren war Pater Roman erstmals in Todtmoos. Er war 1987 Mitbegründer des Paulinerklosters, dem ehemaligen Pfarrhaus.

Der in der Bevölkerung sehr beliebte und geschätzte Pater hatte die Wahl zwischen der Leitung eines Klosters in Bayern oder in Todtmoos. Gegenüber dem Provinzial des Paulinerordens erklärte er seine Entscheidung für den Südschwarzwald mit einfachen Worten: „Alte Bäume versetzt man nicht mehr so gerne.“ Denn schon vor vier Jahren ist Roman Brud wieder nach Todtmoos zurückgekehrt.

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Insgesamt kann er auf 37 Jahre als Padre im Paulinerorden zurückblicken. Er betreute sieben Klostergemeinden und Pfarreien. Sein Weg führte ihn von Mainburg in der Holledau nach Dauchingen bei Villingen. Nach der Gründung des Todtmooser Klosters wirkte er wieder in Dauchingen als Prior. 1995 erlebte er als Prior die Gründung des Klosters Sankt Märgen.

Nach der Auflösung des Herz Jesu Ordens in Stegen mit dem Kolleg Sankt Sebastian wurde der Paulinerorden vom damaligen Erzbischof Robert Zollitsch darum gebeten, die Seelsorgeeinheit Oberes Dreisamtal zu übernehmen. Dort war Roman Brud elf Jahre als Seelsorger tätig.

Dann kam vor vier Jahren der erneute Wechsel nach Todtmoos: „Ich wollte in das Haus der Mutter Maria zurück.“ Und dieser Wunsch wurde ihm erfüllt: „Ich freue mich auf die neue Aufgabe, die Menschen hier kennen mich“, sagt der Pater. Seiner Initiative ist es zu verdanken, das mit der Marienstatue auf der Kälberweid seit 2018 ein neues religiöses Wahrzeichen im Wallfahrtsort seinen Platz gefunden hat.

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Nun möchte sich Pater Roman mit ganzer Kraft seiner neuen Aufgabe widmen. Wichtig ist ihm dabei die Zusammenarbeit mit dem Gemeindeteam der Seelsorgeeinheit. Der Geistliche legt seinen Fokus auf die Wertschätzung des Ehrenamtes: „Ich möchte dem Gemeindeteam Freiräume und Verantwortung geben.“ Roman Brud möchte versuchen, in der Gemeinde für die Menschen eine Heimat zu schaffen: „Das schwierigste ist es, Menschen zu verbinden. Aber das kann mit Gottes und Mariens Hilfe gelingen“, so der Pater zuversichtlich.

Kunst und Modelleisenbahn als Hobby

Sollte ihm noch Zeit bleiben, möchte er seinem Hobby als malender Künstler nachgehen, und in den ruhigeren Wintermonaten alle Todtmooser Kapellen auf Leinwand verewigen. Und natürlich wird Pater Roman auch seine große Modelleisenbahn in der Diele des Klosters ab und an in Betrieb setzen. Hier soll auch die „Urmadonna“ , ein Modell der großen Marienstatue von Steinmetz Rainer Faigle, einen schönen Platz erhalten.

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