Der legendäre Todtmooser Bollenhut hat seit 2014 schon sämtliche Kontinente der Erde gesehen. Nun hat auch das von Britta Ernst gefertigte Unikat Reiseverbot. Wegen der weltweiten Reisebeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie befindet sich der Bollenhut derzeit wieder in seiner Heimat im südlichen Schwarzwald.

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Die zahlreichen Reisen rund um den Globus sind an ihm natürlich nicht spurlos vorbei gegangen. Deshalb wurde die Zwangspause genutzt und das Schmuckstück in den vergangenen Tagen einer gründlichen Restaurierung und Aufbereitung unterzogen. Da die „Hutmacherin“ inzwischen verheiratet ist und bei ihrem Mann Nicolas Maier in Norwegen lebt, übernahm Elke Schmidt das Herrichten des Hutes. Dieser hatte während seiner Reisen einige Federn beziehungsweise Bollen gelassen. Ein Teil dieses Zierrates wurde nun durch neue, leuchtend rote Bollen ersetzt. So zeigt sich der Hut aktuell in unterschiedlichen Rottönen.

Dieser Flugkapitän trug den Todtmooser Bollenhut sichtlich mit Stolz auf dem Flug nach Djerba.
Dieser Flugkapitän trug den Todtmooser Bollenhut sichtlich mit Stolz auf dem Flug nach Djerba. | Bild: privat

Die schier unglaubliche Geschichte des Todtmooser Bollenhutes begann im Jahr 2014. Im Bistro Klimperkasten wurde ein rustikaler Schwarzwälder Abend mit Gästen und Einheimischen gefeiert. Und was fehlte? Natürlich ein Bollenhut. Britta Ernst hatte damals die spontane Idee, selbst ein solches Symbol des Schwarzwaldes herzustellen, wenngleich der Original Bollenhut nur im Kinzigtal beheimatet ist. Kurze Zeit nach der Fertigstellung ging der Kopfschmuck erstmals auf Reisen.

Schon weit gereist

Gäste und Einheimische gleichermaßen trugen den Bollenhut im Laufe der vergangenen sechs Jahre hinaus in die weite Welt. Viel Beachtung fand das Unikat etwa in Rio de Janeiro unterm Zuckerhut, vor der gigantischen Kulisse der Golden Gate Bridge in San Francisco oder vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Selbst in der heißen Wüste Kalahari in Namibia wurde der Bollenhut gesichtet. Die chinesische Damenwelt war entzückt von dem ausgefallenen Kopfschmuck und auch bei Kreuzfahrern auf dem Mittelmeer und in der Karibik sorgte der Hut für amüsante Begegnungen.

Im Radio und Video

Auf der Kanareninsel Gran Canaria wurde das lokale Inselradio auf den Bollenhut aufmerksam und widmete ihm eine eigene Reportage. Seine letzte Reise vor der Corona-Pandemie führte den Hut im Januar 2020 erneut nach Playa del Ingles auf Gran Canaria. Hier gibt es davon ein amüsantes Video zu sehen. Nun sitzt das Schwarzwälder Unikat quasi schon auf gepackten Koffern und wartet sehnsüchtig darauf, wieder reisen zu dürfen. Das nächste Ziel ist auch schon definiert. Geplant ist ein Abstecher nach Schottland.

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