Wie kann eine künftige Jugendbeteiligung in der Kommunalpolitik der Gemeinde Todtmoos aussehen? Mit diesem Thema beschäftigte sich eine Infoveranstaltung, zu der eine parteiübergreifende Projektgruppe unter Federführung der Freien Wähler (FW) Todtmoos in die Wehratalhalle eingeladen hatte. Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass sich die Jugendlichen in regelmäßigen Abständen zu verschiedenen Themen treffen wollen und bei Bedarf das Gespräch mit dem Gemeinderat suchen möchten.

Neun Jugendliche und fünf Gemeinderäte fanden sich an dem Abend ein, um vom Jugendreferenten des Landkreises, Stefan Maßmann, aus erster Hand Tipps und Infos für eine geeignete Form der Jugendbeteiligung zu erhalten. Bei einem Polit-Bingo „Wer hat schon mal“ befragten die Jugendlichen die anwesenden Erwachsenen zu ihrem Verhalten.

Eine Frage lautete etwa: „Wer hat schon mal für eine Sache gekämpft und andere überzeugen können, mitzumachen?“ Anhand von Fotos konnte entschieden werden, welche Themen und Aufgaben für die Gemeinde wichtig sind. Hier ging es etwa um Umweltschutz, Sport oder um die Schule. Der Jugendreferent stellte auch den Passus der Gemeindeordnung für Baden Württemberg vor, in dem eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen festgeschrieben ist (Infokasten).

Die Frage stand nun im Raum, wie die Interessen der jungen Generation, passend für die Gemeinde, geltend gemacht werden können. Neben einem Jugendgemeinderat wurde auch ein schulbezogener Rat als mögliche Beteiligungsform erwähnt. Im zweiten Teil des phasenweise recht „zähflüssigen“ und langatmigen Infoabends wurde es dann aber konkret und die anwesenden Jugendlichen konnten sich intern zu „ihren“ Themen beraten und diese an der Pinwand und den anwesenden Räten kundtun. Auf der Agenda standen unter anderem Bolzplätze in verschiedenen Ortsteilen.

Gemeinderat Jörg Zimmermann (FW) regte an, dass die Jugend selbst die Initiative für solche Plätze ergreifen könnte. Bemängelt wurde auch die Busverbindung nach Schönau für Schüler und das Fehlen eines Nachtbusses. Für einen selbst organisierten Jugendtreff wurde nach Fördermitteln gefragt. Dies sei für Jugendgruppen aber nicht auf privater Ebene (etwa für reine Partys) möglich, so der Referent. Der bestehende Mountainbike-Trail sollte nach dem Wunsch eines Jugendlichen nachgebessert werden.

Gegen Ende der Veranstaltung zog Stefan Maßmann seine persönliche Bilanz und ermunterte zugleich: „Man kann nichts erzwingen. Ihr könnt das alles für euch erst mal sacken lassen.“ Der Referent äußerte den Wunsch, dass die Todtmooser Jugend „im Austausch bleiben soll“.