Nach einem sehr holprigen Start mit zeitlichen Verzögerungen und Baumängeln geht mittlerweile der Ausbau des Ortsnetzes für das Breitband in Todtmoos zügig voran. Nach den Ortsteilen Au, Berghütte und Glashütte werden die Leerrohre derzeit in Schwarzenbach verlegt.

Der Grund für die zunächst schleppenden und teils mangelhaft ausgeführten Arbeiten ist wohl der ausführenden Baufirma zuzuschreiben. Dies bestätigte Ingenieur Hardy Gutmann vom gleichnamigen Planungsbüro, das die Arbeiten koordiniert und überwacht, dem Todtmooser Gemeinderat in der jüngsten Sitzung: „Die Ausführung der Arbeiten waren im Unterbau nicht schlecht, im Oberbau aber eine Katastrophe“, so Gutmann.

Die zu Anfang entstandenen Baumängel werden nach Angaben des Ingenieurs bis Ende Juli behoben. Beim Schließen der aufgefräßten Gräben in der Straße wurde zunächst wohl ein nicht geeignetes technisches Verfahren angewendet. Die Freien-Wähler-Räte Dirk Haselwander und Michael Schmitz, beide in der Baubranche tätig, fühlten Hardy Gutmann deshalb ordentlich auf den Zahn und hinterfragten technische Details.

Gutmann räumte Fehler ein, versuchte aber gleichzeitig zu beruhigen: „Es erfolgt durch uns keine Bauabnahme, solange Mängel vorhanden sind“. Sein Sohn Lars Gutmann zeigte sich zuversichtlich, dass die zu Anfang verlorene Zeit wieder aufgeholt werden wird. Priorität hat aber zunächst die Beseitigung der vorhandenen Baumängel, die durch unsachgemäßes Arbeiten entstanden sind. In der Runde kam auch die Frage auf, warum das Breitband in der Straße und nicht im Bankett verlegt wird. Hardy Gutmann führte hier Zeitgründe an. Eine offene Bauweise mit dem Bagger würde wesentlich länger dauern.

Bürgermeisterin Janette Fuchs berichtete, das unlängst die Arbeiten zur Errichtung des so genannten Backbones, der Ringleitung des Kreises, im Ortsteil Rütte begonnen haben. Der Backbone und das Ortsnetz werden parallel gebaut, damit die Gemeinde schneller an das Breitbandnetz angeschlossen werden kann. Die Arbeiten für den Backbone werden von einer anderen Baufirma ausgeführt als das Ortsnetz. Ein Subunternehmen wird nach dem Verlegen der Leerrohre die Glasfaserkabel einblasen, so die Information von Hardy Gutmann. Gutmann rechnet mit einer Bauzeit von drei Jahren.