Einmal Papst Franziskus aus nächster Nähe sehen und ein paar Worte mit ihm wechseln: Für Bürgermeisterin Janette Fuchs wurde dieser Wunsch wahr. Gemeinsam mit Pater David nahm sie sich vor, nach Rom zu fahren. Ihre Erlebnisse bei der Audienz mit dem heiligen Vater schildert sie folgendermaßen:

Im letzten Jahr haben Pater David und ich beschlossen, zum Abschluss unseres Jubiläumsjahres, für ein paar Tage nach Rom zu fahren. Wir hatten uns vorgenommen, an der Audienz am Mittwoch teilzunehmen, die wichtigsten Bauten zu besichtigen, aber insbesondere die Papstbasilika Santa Maria Maggiore zu besuchen. Sie ist die wichtigste und zentrale Marienwallfahrtskirche. Alle Marienwallfahrtskirchen – auch unsere Todtmooser Wallfahrtskirche – sind mit dieser Kirche vernetzt.

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Gleich am Tag nach unserem Klosterfrühschoppen machten wir uns mit dem Auto auf den Weg nach Rom. Im Gepäck hatte ich zwei Päckchen Lebkuchen zum Verschenken, eines für den Erzbischof Gänswein und eines für die Klosterbrüder, bei denen wir für vier Nächte untergebracht waren.

Begegnung in vorderster Reihe

Für Mittwoch, 8. Mai, besorgte uns Erzbischof Gänswein Karten für die Audienz beim Papst. Schon morgens um 7 Uhr war die U-Bahn überfüllt. In Strömen liefen die Menschen in Richtung Petersdom. Der Petersplatz war voll von Pilgern. Nach einer Personenkontrolle zeigten wir einem Platzanweiser unsere Karten. Platz Nummer 026 und 027! Das schien ziemlich vorne zu sein.

Wir liefen über den riesigen Petersplatz in Richtung Plattform des Papstes. Ganz vorne angekommen, wurden uns nach einer weiteren Sicherheitsschleuse zwei Ehrenplätze unmittelbar neben dem Podest des Papstes – auf Augenhöhe – zugewiesen, erste Reihe. Mit so einem Ehrenplatz hatten wir niemals gerechnet!

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Nach einem musikalischen Vorprogramm folgte dann bei strahlendem Sonnenschein die persönliche Begegnung mit dem Papst, der unter tosendem Jubel mit seinem Papamobil einige Runden über den Petersplatz drehte. Immer wieder feierten die Menschen den Heiligen Vater mit “Papst Franziskus„-Sprechchören. Um 9.30 Uhr begrüßte der Papst alle Besucher und ging in seiner Rede auf seine Reise nach Bulgarien und Nordmazedonien, aus der er gerade zurückkam, ein. Am Ende der Audienz ging der Papst durch die erste Reihe, in der wir standen.

„Das mag ich. Lebkuchen ist fein.“

Ich überbrachte dem Papst herzliche Grüße aus dem Wallfahrtsort Todtmoos und überreichte ihm ein Päckchen Lebkuchen. Er sagte: „Das mag ich. Lebkuchen ist fein.“ Der Papst hatte allen Besuchern seinen Segen erteilt und uns persönlich bat er, für ihn zu beten.

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Erzbischof Gänswein erhielt die andere Packung mit dem Versprechen, dass wir zu Weihnachten dem Papst ein Nasch-Päckchen aus unserem Wallfahrtsort schicken. Die Begegnung mit dem Papst war für Pater David und mich ein besonderes Ereignis mit bleibenden Eindrücken. Wir danken Erzbischof Gänswein, welcher uns die Begegnung mit dem Papst im Rahmen der Mittwochsaudienz auf dem Petersplatz ermöglicht hat – insbesondere für die Organisation der besonderen Platzkarten.