Ein arbeitsreiches und dennoch entspanntes Hornwochenende ging am Sonntag mit einem breit gefächerten Abschlusskonzert zu Ende, bei dem alle 79 Teilnehmer sich dem Publikum präsentierten, von den Anfängern bis zu den erfahrenen Spielern, von den Jüngsten bis zu den Erwachsenen. Zuvor war von den Meisterschülern am Samstagabend ein ebenfalls sehr gelungenes und gut besuchtes Solistenkonzert mit vier Solobeiträgen und einigen Ensemblestücken in der Klinik Wehrawald absolviert worden, das die beiden Pianistinnen Sigrid Schmalz und Tamara Geißner einfühlsam begleiteten.

Ein breit gefächertes Programm bot das Abschlusskonzert des Todtmooser Hornwochenendes, dessen Highlight das Ensemble aus Meisterschülern und Lehrern unter der Leitung von Julian Gibbons darstellte.
Ein breit gefächertes Programm bot das Abschlusskonzert des Todtmooser Hornwochenendes, dessen Highlight das Ensemble aus Meisterschülern und Lehrern unter der Leitung von Julian Gibbons darstellte. | Bild: Karin Stöckl-Steinebrunner

Bürgermeisterin Janette Fuchs sprach angesichts des inzwischen 14. Hornwochenendes von einer regelrechten Hornfamilie und beteuerte, sie freue sich schon jetzt auf das kommende Jahr.

Die zumeist acht Teilnehmer umfassenden Gruppen zeigten am Sonntag zunächst ihr Können, wobei Gruppenleiterin Johanna Kretschmann aus Frankfurt, die erstmals mit dabei war, ihr Debüt mit einer markanten Darbietung ihrer schon recht sicheren Schützlinge glänzend über die Rampe brachte. Auch die beiden Gruppen von Thomas Klupsch und Jürgen Runge aus Potsdam spielten ihre kleinen Stücke souverän.

Ein breit gefächertes Programm bot das Abschlusskonzert des Todtmooser Hornwochenendes.
Ein breit gefächertes Programm bot das Abschlusskonzert des Todtmooser Hornwochenendes. | Bild: Karin Stöckl-Steinebrunner

Eine gemischte Formation, in der auch Lehrer mitwirkten, wurde von Florence Guilleaume geleitet, und die Gruppe von Pierre Bier, der wie sie ebenfalls aus Besançon kommt, setzte in ihrem Vortrag mit sonorem Klang eine Wagner-Tuba ein.

Etwas Besonderes hatte sich auch José Martin Blanco aus der Schweiz einfallen lassen. Seine Gruppe bot mit einem Schubertlied sozusagen eine begleitete Solostimme auf, und als zweites Stück hatte er eine fetzige Eigenkomposition einstudiert.

Ein breit gefächertes Programm bot das Abschlusskonzert des Todtmooser Hornwochenendes, bei dem natürlich auch der Auftritt des Gesamtchors nicht fehlen durfte.
Ein breit gefächertes Programm bot das Abschlusskonzert des Todtmooser Hornwochenendes, bei dem natürlich auch der Auftritt des Gesamtchors nicht fehlen durfte. | Bild: Karin Stöckl-Steinebrunner

An reguläres Konzertrepertoire wagten sich die Teilnehmer aus Takashi Sugimotos Gruppe. Die beiden Quartettsätze von Franz Strauss, die sie vortrugen, waren schon sehr ausgefeilt. Riesigen Beifall ernteten Sissel Grondahls perfekt aufspielende Schülerinnen und Schüler mit einer von ihr selbst arrangierten Star-Trek-Fassung.

Der absolute Höhepunkt des Programms war indes mit Sicherheit das von Julian Gibbons geleitete kombinierte Ensemble aus Meisterklassen und Lehrkräften, das in absolut fulminanter sinfonischer Meisterschaft unter dem Titel „Moment for Morricone“ Ennio Morricones größte Hits darbot.

Ein breit gefächertes Programm bot das Abschlusskonzert des Todtmooser Hornwochenendes, bei dem natürlich auch der Auftritt des Gesamtchors nicht fehlen durfte.
Ein breit gefächertes Programm bot das Abschlusskonzert des Todtmooser Hornwochenendes, bei dem natürlich auch der Auftritt des Gesamtchors nicht fehlen durfte. | Bild: Karin Stöckl-Steinebrunner

Und natürlich durfte am Ende auch diesmal ein Stück des Gesamtensembles aller Teilnehmer des Hornwochenendes 2019 nicht fehlen. Nochmals hatte Sissel Grondahl zum Stift gegriffen und Astor Piazollas „Libertango“ arrangiert, der in dieser Aufmachung für nahezu 100 Hörner einen würdigen Abschluss zu dem großartigen Ereignis des gesamten Hornwochenendes bildete.