Nach der Messe in der evangelischen Kirchengemeinde in Todtmoos hat eine Gemeindeversammlung stattgefunden, bei der auch die Kandidaten für die bevorstehende Kirchengemeinderatswahl bekannt gegeben wurden. Vier Kirchengemeinderäte sind zu wählen und vier Kandidaten stellen sich zur Wahl. Wahlberechtigt sind erstmals alle Gemeindemitglieder ab 14 Jahren, 301 von rund 330 Gemeindemitgliedern sind damit wahlberechtigt. Ab 16 Jahren wären sie auch zur Kandidatur berechtigt.

Die Wahl

Die Wahl wird als allgemeine Briefwahl durchgeführt, die Wahlunterlagen werden zusammen mit dem kommenden Gemeindebrief verschickt. Die ausgefüllten Wahlzettel können dann wieder in der Kirche oder beim Gemeindezentrum abgegeben werden. Bis zum 16. November müssen die Unterlagen versendet sein, am 1. Dezember um 12 Uhr endet die Abgabefrist für die Wahlzettel. Am 1. Dezember ist zugleich nach dem Gottesdienst ein Suppenessen vorgesehen.

Motiviert für die Arbeit in der Gemeinde

Als Kandidaten zur Verfügung gestellt haben sich drei Pfarrgemeinderäte sowie ein Neuling, da Rolf Deiß nach über 20-jähriger Amtszeit nicht mehr antreten wird. Die bisherigen Räte sind Gabriele Kaiser, Angelika Kreuzwieser und Karl-Heinz Steidle, hinzu kommt Werner Fritzen-Winkel. Gemeindediakon Jürgen Bendig bat die Kandidaten, sich, ihre Motivation zur Kandidatur und ihre Ziele kurz vorzustellen.

Die Kandidaten

  • Die 57-jährige in Schwarzenbach wohnende Gabriele Kaiser ist seit 18 Jahren als Pfarrsekretärin tätig und erlebte die bisherige Zeit im Kirchengemeinderat harmonisch und geprägt von gegenseitiger Wertschätzung. Die dort verbrachte Zeit empfindet sie als sehr sinnvoll genutzt, da sie erkannt habe, dass der Rat doch sehr viel bewegen könne. Außerordentlich beeindruckend und inspirierend fand sie vor allem die Klausurtagung im vergangenen Jahr.
  • Angelika Kreuzwieser aus Hintertodt­moos ist mit ihren 50 Jahren tief mit der evangelischen Kirchengemeinde verbunden, wurden doch hier schon ihre Eltern getraut. Der Blick hinter die Kulissen im Rahmen der Kirchengemeinderatsarbeit habe spannende Projekte offenbart, die sie weiterverfolgen wolle.
  • Karl-Heinz Steidle wohnt am Prestenberg. Ende der 70er Jahre war er in der Friedensbewegung aktiv, wurde geprägt durch seinen Zivildienst in einer Behinderteneinrichtung und engagierte sich bereits während seiner Zeit in Stuttgart im Kirchengemeinderat. Ihn begeistert das gute Miteinander in der Gemeinde, als verbesserungswürdig sieht er die Außendarstellung, und auch eine stärkere Verkehrsberuhigung für die an der Straße gelegene evangelische Kirche fände er erstrebenswert.
  • Der 71-jährige Werner Fritzen-Winkel ist der evangelischen Kirchengemeinde in Todtmoos verbunden, seit sein Sohn hier getauft wurde. Nach dem Umzug nach Urberg hat er sich eigens umpfarren lassen, um weiterhin als Kirchengemeindemitglied in Todtmoos gemeldet zu sein. Seinen Schwerpunkt sieht er in der Öffentlichkeitsarbeit. Außerdem möchte er angesichts der problematischen allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung versuchen, Orientierung im Kleinen anzubieten, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit dem Leben gegenüber stärken.