Gäste auf dem neuen Todtmooser Wohnmobilstellplatz „An der Wehra“ müssen für die Miete eines Stellplatzes ab dem kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen. Nach reger Diskussion hat der Gemeinderat beschlossen, die Gebühren pro Stellplatz von derzeit 12 auf 18 Euro inklusive Kurtaxe zu erhöhen. Diese Gebühr beinhaltet Wasser und Abwasser, Strom, Dusche, Müll, WLAN, Grillplatznutzung und eine Betreuung rund um die Uhr durch die Betreiber.

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Über die Höhe der Anpassung der Gebühren wurde zunächst rege diskutiert. Die Mehrheit der Gemeinderäte empfand die neue Preisgestaltung jedoch als angemessen und stimmte einer Erhöhung der Gebühr auf 18 Euro zu. Bürgermeisterin Janette Fuchs hob die gute Ausstattung des idyllisch gelegenen Platzes mehrfach hervor: „Wir haben einen neuen Premium-Platz geschaffen. Dieser Luxus muss sich auch im Preis niederschlagen.“

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Die Vorschläge aus der Runde reichten von der Belassung des bisherigen Preises bis hin zu einem Kompromiss von etwa 15 Euro. Jörg Oehler von den Freien Wählern sagte: „Dieser Sprung auf 18 Euro ist zu hoch. Der Preis sollte dosiert erhöht werden“. Jörg Zimmermann (CDU) sagte: „18 Euro sind in Ordnung. Qualität und Leistung sind in Ordnung und die Betreiber sind Erste Klasse.“ Vor der Debatte im Gemeinderat wurden von den Betreibern Franziska und Rainer Hagen Empfehlungen eingeholt. Nach deren Aussage erschien vielen Gästen der Platz als zu günstig für das hervorragende Angebot. Bürgermeisterin Janette Fuchs zerstreute die Bedenken einiger Räte, dass nach einer Erhöhung der Gebühren die Zahl der Gäste abnehmen könnte.

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Fuchs führte an, dass zur Einführung des Platzes in diesem Jahr der Preis für einen Stellplatz bewusst niedrig gehalten wurde. Zudem werde weiter investiert, etwa mit dem Abschluss von zwei Minijob-Verträgen für die neue Saison. Die aktuellen Gäste-Zahlen der vergangenen Saison unterstreichen die Beliebtheit des Platzes. Es wurden von April bis Oktober 2745 Übernachtungen bei 1520 Ankünften verzeichnet. Es wurden Einnahmen von 14.906 Euro erzielt. Dem stehen laufende Ausgaben in Höhe von 14.069 Euro gegenüber. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen für die nächsten 15 Jahre bleibt dennoch ein Defizit von 8439 Euro.