„Meine Maria kommt jetzt nach Todtmoos“ – Mit diesen emotionalen Worten beschrieb Paulinerpater Roman den Augenblick, als die neue Marienstatue am Mittwoch an ihrem künftigen Platz auf der Kälberweid hoch über dem Kur- und Wallfahrtsort eintraf. Tränen der Freude flossen über die Wangen des Paters, nachdem die Skulptur aus Schwarzwälder Sandstein auf den Sockel gehoben worden war: „Ich danke Gott, dass sie oben steht“, sagte der Geistliche sichtlich ergriffen. Das Aufstellen der Marienstatue erwies sich als großes Unterfangen.

Schweres Gerät war notwendig, um Maria von Todtmoos auf den Sockel zu hieven. Danach wurde die Statue mit dem Fundament verschraubt.
Schweres Gerät war notwendig, um Maria von Todtmoos auf den Sockel zu hieven. Danach wurde die Statue mit dem Fundament verschraubt. | Bild: Andreas Böhm

Bernhard Zettler von Baustoffe Zettler aus Häg-Ehrsberg transportierte das neue Todtmooser Wahrzeichen von der Werkstatt des Bildhauermeisters Rainer Faigle in Villingen an den Standort. Hubert Matt von der Firma Holzbau Matt in Rickenbach übernahm mit einem großen Kran das Platzieren der Statue auf dem Metallsockel. Hier war Millimeterarbeit gefragt, um das zwei Tonnen schwere Kunstwerk nicht zu beschädigen. Volker Albiez und Pater Roman, die Hauptinitiatoren des Projektes, legten selbst mit Hand an, um die Muttergottes auf dem Sockel zu verschrauben. Dies war für Volker Albiez der heikelste Moment, denn die Bohrungen mussten exakt passen: „Die Anpassung war schwer, das war für mich ein Gefühl der Erleichterung“, freut sich der engagierte Rickenbacher.

Geschafft: Nach dem Aufstellen des Kunstwerkes freuten sich die Hauptinitiatoren Pater Roman und Volker Albiez; für beide ein ergreifender Moment.
Geschafft: Nach dem Aufstellen des Kunstwerkes freuten sich die Hauptinitiatoren Pater Roman und Volker Albiez; für beide ein ergreifender Moment. | Bild: Andreas Böhm

Kurz vor Vollendung des Kunstwerks waren Volker Albiez und Pater Roman beim Künstler vor Ort, um ihre Vorstellungen von der Feinarbeit mit einzubringen. Wie Pater Roman erzählte, war das Wichtigste die Modellierung des Gesichts: „Es war nicht einfach, den Ausdruck von Freude, Hoffnung, Zuversicht und Kraft in Schwarzwälder Sandstein umzusetzen, berichtet der Pater. Er zitierte den Steinmetz nach getaner Arbeit: „Das war der schwierigste Tag meines Lebens.“ Die 3,27 Meter hohe Skulptur soll im Frühjahr noch eine Krone bekommen. Der untere Sockel wurde von der Firma Stoll Bau betoniert und von Volker Albiez in Form eines Baumstumpfes mit Wurzelwerk in 180 Arbeitsstunden modelliert. Albiez benötigte alleine dafür 1,5 Tonnen Spachtelmasse.

Initiatoren, Helfer und Unterstützer feierten das erfolgreiche Aufstellen der Marienstatue (von links): Bernhard Zettler, Arnold Baumgartner, Wolfgang Paul, Hubert Matt, Daniel Stoll, Eva Hulbert, Klaus Jehle, Pater Roman, Volker Albiez, Hans Peter Huber und Marion Bächle.
Initiatoren, Helfer und Unterstützer feierten das erfolgreiche Aufstellen der Marienstatue (von links): Bernhard Zettler, Arnold Baumgartner, Wolfgang Paul, Hubert Matt, Daniel Stoll, Eva Hulbert, Klaus Jehle, Pater Roman, Volker Albiez, Hans Peter Huber und Marion Bächle. | Bild: Andreas Böhm

Klaus Jehle wird nun dafür sorgen, das die Mutter von Todtmoos abends beleuchtet wird und schon von Weitem im Lichterglanz erstrahlt. Fast alle am Projekt Beteiligten waren vor Ort und stießen auf die gelungene Aktion an, nachdem das Aufstellen erfolgreich beendet war. Volker Albiez freute sich riesig, dass so viele Bürger und Firmen sich zumeist unentgeltlich für das Vorhaben eingesetzt haben: „Ich finde es wichtig, dass alle mitgezogen haben; das stärkt das Wir-Gefühl“. Die kirchliche Einweihungsfeier findet am Samstag, 4. August statt. Dann wird auch die Statue enthüllt. Der offizielle Festakt wird im Marienmonat Mai des kommenden Jahres sein.

Pater Roman streichelt liebevoll die Marien-Statue nach der Ankunft in Todtmoos.
Pater Roman streichelt liebevoll die Marien-Statue nach der Ankunft in Todtmoos. | Bild: Andreas Böhm

Kirchliche Einweihungsfeier: Am Samstag, 4. August, um 19 Uhr ist ein Gottesdienst in der Wallfahrtskirche. Anschließend gibt es eine Lichterprozession zum Standort der Marienstatue auf der Kälberweid. Im Rahmen einer feierlichen Marienandacht um 21 Uhr wird die Statue dann eingeweiht.