Todtmoos Rund 100 interessierte Einwohner finden sich zur Präsentation des Leitbildes Todtmoos 2030 in der Wehratalhalle ein

Ehemaliger Bürgermeister Wolfgang Heuschmid und Thomas Feil von der DWIF Consulting stellen das Leitbild Todtmoos 2030 in der Bürgerversammlung vor. Nun muss die Gemeinde die Ziele priorisieren und die Maßnahmen umsetzen.

Im Rahmen einer Bürgerversammlung in der Wehratalhalle wurde am Donnerstag Abend die Abschlusspräsentation des Leitbildes Todtmoos 2030 vorgestellt. Der Gemeinde obliegt nun die Aufgabe, die Vorschläge aus dem 118 Seiten starken Papier zu priorisieren und Schritt für Schritt umzusetzen. Das Konzept wurde vom ehemaligen Bürgermeister Wolfgang Heuschmid und von Thomas Feil von der DWIF Consulting erarbeitet und vorgestellt. Die Ausarbeitung mit Expertengesprächen und einer Bürgerbefragung dauerte ein Jahr.

Das ganzheitliche Konzept beinhaltet Maßnahmen für die Verbesserung der Infrastruktur und neue Zielsetzungen für den Tourismus, Stichwort Alleinstellungsmerkmale. Es wird angeregt, das bisherige Prädikat Heilklimatischer Kurort auf einen Kneippkurort der Premium Class zu erweitern. Die Wallfahrt als Ort der Begegnung und der Wintersport mit einem europäischen Zentrum des Schlittenhundesports und einem entsprechenden Event sollen Todtmoos von anderen Orten abheben. Die geplante Hängebrücke, der Skywalk Todtmoos, soll Todtmoos als Ort der Attraktionen voranbringen.

2: etwa 100 interessierte Einwohner fanden sich zur Präsentation des Leitbildes Todtmoos 2030 in der Wehratalhalle ein.
2: etwa 100 interessierte Einwohner fanden sich zur Präsentation des Leitbildes Todtmoos 2030 in der Wehratalhalle ein. | Bild: Andreas Böhm

Das Thema Kur und Gesundheit bietet nach dem Leitbild enorme Zukunftsperspektiven. Möglichkeiten für Todtmoos sind hier die Einrichtung eines Kur- und Heilwaldes sowie die Reaktivierung der Bewegungstherapie. Wie Wolfgang Heuschmid betonte, seien viele dieser Maßnahmen mit geringen finanziellen Mitteln umzusetzen. Das Leitbild beinhaltet auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Infrastruktur in der Ortsmitte. Auf dem Grundstück des ehemaligen Waldhotels wird der Bau einer Seniorenwohnanlage vorgeschlagen. Das Areal des maroden Parkhotels bietet nach dem Leitbild Potential für ein „Zukunftshotel“ als Kommunikationstreff für Gäste und Einheimische. Auch eine Verlängerung des verkehrsberuhigten Bereiches entlang des Kurparks wird angeregt. Wolfgang Heuschmid mahnte an, diesen sensiblen Bereich in der Ortsmitte nicht aus der Hand zu geben und selbst über die Nutzung und Gestaltung zu entscheiden. Betont wurde auch die Wichtigkeit der Vernetzung lokaler Leistungsträger, wie etwa Kliniken und Gastronomie.

In der anschließenden Diskussionsrunde wurde einige Themen wie etwa der nötige Zusammenhalt der Bürger sowie die sinkenden Gästezahlen angesprochen. Als nächster Schritt muss der Gemeinderat in einem Grundsatzbeschluss dem Konzept zustimmen und Prioritäten für die Umsetzung von Maßnahmen setzen. Wolfgang Heuschmid: „ Es ist wichtig, das das Leitbild jetzt nicht in der Schublade verschwindet sondern verwirklicht wird“. Negativen Darstellungen der Situation trat Thomas Feil entgegen: „ Man muss auch mal Hoffnung verbreiten“, so sein Appell zum positiven Denken. Bürgermeisterin Janette Fuchs abschließend: „Es gilt nun, die Maßnahmen Zug um Zug umzusetzen, jedoch immer mit dem Blick auf die Finanzen“.

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