Die historischen Wallfahrtsstände am „Kirchenbuckel“ hatten am vergangenen Wochenende letztmals geöffnet. Die Betreiber zogen eine durchweg positive Bilanz. Ein Rückblick auf das Wallfahrtsjahr fiel ebenso zufrieden aus. Am letzten Öffnungstag gab es für jeden Besucher ein kleine Jubiläumskerze und einen Todtmooser Lebkuchen.

Anlässlich des Ortsjubiläums wurden die zehn Stände in diesem Jahr wieder zu neuem Leben erweckt. Nicht nur Wallfahrer flanierten den ganzen Sommer über an den kleinen Häuschen vorbei und zeigten sich vom Angebot begeistert. Neben Devotionalien (Gegenstände, die bei der Andacht benutzt werden) und dem berühmten Todtmooser Lebkuchen gab es allerlei in Handarbeit gefertigte Artikel zu erstehen.

„Unser Ziel war es, dass im Jubiläumsjahr alle Stände offen sind“

Die Initiative für dieses Projekt ergriffen Andrea Schlageter und Ingrid Zumkeller. Sie machten sich bereits im vergangenen Jahr auf die Suche nach Standbetreibern. Diese kamen nicht nur aus Todtmoos sondern auch aus umliegenden Gemeinden: „Wir haben tolle Leute gefunden, die mitgemacht haben; wir waren ein Superteam“, so Andrea Schlageter: „Unser Ziel war es, dass im Jubiläumsjahr alle Stände offen sind“.

Ingrid Zumkeller ergänzte: „Gerade bei älteren Menschen, die das noch von früher kannten, war das Interesse groß“. Gut angenommen wurde auch die Pilgerlaube. Dort erfuhren die Besucher in einer Bilderschau Wissenswertes rund um die berühmte Todtmooser Wallfahrtsstätte. Rund 680 Stunden an 84 Tagen verbrachten die Betreiber an den Ständen. Laut Andrea Schlageter ist es durchaus denkbar, das die Stände auch im nächsten Jahr wieder geöffnet sind.

„Im Jubiläumsjahr kamen wesentlich mehr Wallfahrer als in einem normalen Jahr“

Prior Pater David sprach in einem Resümee des Wallfahrtsjahres von etwa 80 000 Pilgern, die zum Gnadenbild der Maria von Todtmoos kamen: „Im Jubiläumsjahr kamen wesentlich mehr Wallfahrer als in einem normalen Jahr“, so der Pater. Es sei eine sehr intensive Zeit gewesen: „Das vielfältige Engagement vieler Menschen hat gezeigt, das uns Todtmoos als Gemeinde und Wallfahrtsort wichtig ist“.

Der Pater weiter: „Dank dem Jubiläumsjahr konnten wir das Miteinander unter uns wirklich tief erleben“. Die Wallfahrt als Wirtschaftsfaktor wurde von Bürgermeisterin Janette Fuchs beleuchtet: „Es kommen viele Tagesgäste die den Einzelhandel und die Gastronomie stärken“, so Fuchs. Die neue Marienstatue habe viele Besucher in den Ort gebracht. Das Angebot für Pilger sei jedoch noch ausbaufähig: „Denkbar sind maßgeschneiderte Rundumpakete. Von Kirchenführungen über meditative Wanderungen bis hin zur passenden Unterkunft könnte noch mehr angeboten werden“ so die Meinung der Bürgermeisterin.