Das Konzept zur Erstellung eines Mehrzwecksportfeldes im Zuge der geplanten „Erlebniswelt Todtmoos„ stellte der Betreiber der Eislaufschule in Herrischried, Ulrich Hartmann, in der ersten Sitzung des Todtmooser Gemeinderates nach der Sommerpause vor.

Die Anlage ist unmittelbar neben dem Minigolfplatz in der Ortsmitte geplant und sieht ein Sportfeld von 15 mal 30 Metern mit Überdachung vor. Nach den Ausführungen von Hartmann soll der Platz ganzjährig nutzbar sein. Im Winter wären Eislaufen und Eisstockschießen sowie andere Veranstaltungen wie Eisdisco möglich. In der warmen Jahreszeit könnte die Einrichtung für Inline-Skating, Asphaltstockschießen, Tischtennis oder Gymnastik genutzt werden. Es würde qualifizierter Unterricht angeboten.

Eine kleine Gastronomie mit Themenabenden könne das Angebot erweitern, so Hartmann: „Das wäre eine Riesenbereicherung für Einheimische und Touristen und würde Todtmoos sehr gut zu Gesicht stehen“, so seine Meinung.

Die bereits vorhandene Infrastruktur könne genutzt werden. Hartmann kündigte an, sich um entsprechende Sponsoren zu kümmern und möchte die Einrichtung selbst betreiben. Eine genaue Kostenrechnung legte er jedoch an dem Abend nicht vor. Ulrich Hartmann sprach von etwa 60 000 Euro für die Investition in die Sportfläche. Eine Überdachung soll von Witterungseinflüssen unabhängig machen aber nur so groß wie nötig sein.

Stimmen aus dem Gemeinderat

Christian Zumkeller (CDU) fand den Vorschlag generell attraktiv, verwies jedoch auf die vorhandene Eissporthalle in Herrischried. Diese Halle habe einen anderen Ansatzpunkt, entgegnete Hartmann. Zumkeller forderte eine gewisse Sicherheit für die Gemeinde. Der mögliche Betreiber sicherte zu, einen Vertrag über einen langen Zeitraum anzustreben und die Gemeinde am Gewinn zu beteiligen.

Auch CDU-Rat Jörg Zimmermann äußerte sich positiv: „Das würde gut in unser Wintersportkonzept passen.“ Er regte an, entsprechende Fördermittel zu beantragen. Zimmermann fragte auch nach dem geplanten zeitlichen Ablauf des Projektes. Hartmann erklärte hierzu, dass eine Fertigstellung im November 2020 möglich sei.

Christian Zumkeller stellte die Frage nach einem Alternativ-Standort in den Raum. Dies sei möglich, erklärte der Eiskunstlauflehrer. Vor einem Beschluss wir die Verwaltung nun zunächst eine mögliche Förderung abklären und der Gemeinderat in einer Klausur über das Projekt beraten.