Seit 30 Jahren organisiert und leitet Pater Roman Brud jedes Jahr eine Pilgerreise zu seinem Heimatkloster in Tschenstochau in Polen. An der Jubiläumspilgerfahrt nahmen mehr als 30 Pilger aus Bernau und Todtmoos, aus der Umgebung und aus Pfarrgemeinden, in denen er zuvor tätig war, teil.

Spirituelles Zentrum Polens

Tschenstochau gilt als spirituelles und geistiges Zentrum Polens, das Kloster ist ein Muss für alle gläubigen Polen und auch für die Pilger aus dem Schwarzwald. Fünf Millionen Pilger kommen jährlich zum wundertätigen Gnadenbild der „Schwarzen Madonna“.

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Seit dem 14. Jahrhundert besteht dort das Paulinerkloster, das auch das Mutterkloster der in Deutschland wirkenden Pauliner ist. Die Gruppe erlebte Führungen im und um das Kloster auf dem Jasna Gora, dem „Hellen Berg“. Die Schatzkammer und die Basilika des heiligen Kreuzes fehlten ebenfalls nicht im Programm.

Messe in der Gnadenkapelle

In der Gnadenkapelle der Schwarzen Madonna feierten die Schwarzwälder eine Messe. Auch das weltliche Tschenstochau mit Markttreiben anlässlich des Erntedankfestes sowie mit landestypischen Spezialitäten, erlebte und genoss die Gruppe.

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Zudem unternahmen die Pilger einen Ausflug zur Kathedrale der Barmherzigkeit Jesu in Lagiewniki sowie eine Messe in der Kapelle Edith Stein sowie eine Fahrt nach Krakau, der alten und kulturellen Hauptstadt Polens. Besichtigt haben sie dort auf dem Wawel die Burganlage mit der ehemaligen Residenz und der Kathedrale, wo die meisten polnischen Könige gekrönt und begraben wurden.

Abstecher nach Dresden

Es war eine große Rundfahrt – Station machte die Pilgergruppe auch in Breslau, der ehemaligen Metropole Niederschlesiens, mit dem Altstadtring mit den bemalten Bürgerhäusern, dem gotischen Rathaus und der 2000 Menschen Platz bietenden Elisabethkirche. Und auf der Heimfahrt stand ein Abstecher nach Dresden an. In der wieder aufgebauten Frauenkirche sahen die Besucher die Bänke, deren Weißtannenholz aus Todtmoos und Gersbach stammen.

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Bereits auf der Hinfahrt hatte die Gruppe auch Prag besucht. Dort erlebten die Gäste aus dem Schwarzwald zum Beispiel auch an einer Messe beim „Prager Jesulein“ teil – es handelt sich dabei um weltweit eines der bekanntesten wundertätigen Gnadenbilder Jesu und befindet sich in der Kirche des Karmeliterklosters. Zu der Gruppe gesellte sich dort auch die aus Bernau stammende Katrin Bock, die seit zwölf Jahren Mitarbeiterin der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland ist.

Mit einem Schatz an Eindrücken, Begegnungen und spirituellen Erlebnissen, mit einem Gefühl für die Gemeinschaft, die man erleben durfte, sei man zu Hause angekommen, sagten einige Teilnehmer. Ein wenig habe man erleben dürfen, „wie die Seele Polens tickt“, berichtet eine weitere Teilnehmerin.