„Der Mensch soll bei unserer Arbeit im Vordergrund stehen.“ Dieses Resümee zog Peter Kermisch bei der Vorstellung der nichtmitgliedschaftlich organisierten Wählervereinigung „Wir in Rickenbach„ am Montagabend im Lasserstüble in Willaringen.

Frei von politischen Ideologien

Neben einigen Kandidaten hatten sich auch interessierte Bürger eingefunden, um sich über die Ziele der neuen Vereinigung zu informieren. Weg von einer Allparteienlandschaft mit dem Ziel, frei zu sein von politischen Ideologien. Dies sei das Ziel, so Peter Kermisch, der zusammen mit Martina Lütte neue Ideen und Impulse in den Rickenbacher Gemeinderat einbringen möchte.

Sachzwänge in den Parteien als Problem

Kermisch, der seit 15 Jahren dem Gremium angehört, betonte die Motivation, aktiv mitzumachen. Es gelte, der Politikverdrossenheit der jungen Generation entgegenzuwirken. Wir für Rickenbach wolle offen für Alles sein, so Peter Kermisch. Martina Lütte ergänzte: „Wir wollen keine Eintagsfliegen sein.“ Martina Lütte, die auf 20 Jahre Erfahrung in der Kommunalpolitik zurückgreifen kann, bezeichnete die Sachzwänge innerhalb der Parteien als abschreckend.

„Wir brauchen Leute mit gesundem Menschenverstand“. Die anwesenden Kandidaten gaben ebenfalls ein kurzes Statement ab. Benjamin Vogt machte sich für ein mittel- bis langfristiges Finanzkonzept stark. Liselotte Schleicher rückte den Ausbau von Kindergarten, den Erhalt der Schulen sowie die Unterstützung kleiner und großer Betriebe in den Fokus. Es gelte, älteren und hilfsbedürftigen Menschen zu helfen und nicht mit Scheuklappen herumzulaufen.

Die Initiatoren von „Wir für Rickenbach“: Peter Kermisch und Martina Lütte.
Die Initiatoren von „Wir für Rickenbach“: Peter Kermisch und Martina Lütte. | Bild: Andreas Böhm

Gerd Baumann sah es für wichtig an, dass alle zu Wort kommen und ernst genommen werden. Es müsse eine Veränderung von der Basis her geben. Simon Häßle, der jüngste der 14 Kandidaten auf der Liste, wünschte sich im Gemeinderat eine gute Zusammenarbeit mit anderen Parteien. Christa Hoff machte sich für den Klimaschutz und den Tourismus stark.

Grenzen in den Köpfen aufweichen

Auf die Frage, warum die neue Vereinigung ins Leben gerufen wurde, sprach Martina Lütte von einem zuweilen schweren Austausch der Parteien untereinander. Die Grenzen in den Köpfen sollten aufgeweicht werden. Altbürgermeister Georg Keller befand die von der Vereinigung angestrebte Bürgernähe als positiv: „Bürgergespräche sind der richtige Weg.“ Peter Kermisch freute sich darüber, das es gelungen sei, als einzige eine volle Liste zu präsentieren, wenngleich die Kandidatensuche extrem schwierig gewesen sei.