Ab September wird im katholischen Kindergarten Sankt Elisabeth in Todtmoos eine Ganztagesbetreuung für über dreijährige Kinder angeboten, die sich über maximal neun Stunden erstreckt. Die Kirchengemeinde hat inzwischen entsprechende Gebührensätze festgelegt, die dem Gemeinderat in der Sitzung am Dienstagabend vorgestellt wurden. Deren Höhe soll in etwa der Empfehlung des Gemeinde-, beziehungsweise Städtetages entsprechen. Die neuen Beiträge sind nach Anzahl der Kinder pro Familie gestaffelt, die gleichzeitig die Tagesstätte besuchen.

Beiträge nach Kinderanzahl gestaffelt

Demnach muss ab September für das erste Kind ein Beitrag von 231,98 Euro entrichtet werden. Das zweite Kind kostet dann 178,45 Euro. Für das dritte Kind werden 152,96 Euro berechnet. Mit den Gebühren für das vierte Kind in Höhe von 127,46 Euro zeigten sich einige Räte nicht zufrieden. Die Empfehlung des Gemeindetages geht hier von 40 Euro für das vierte Kind aus.

Ingomar Franz von den Freien Wählern (FW) plädierte dafür, ebenfalls einen reduzierten Satz zu verlangen: „Wir müssen kinderreiche Familien unterstützen“, so sein Argument. Auch Christian Zumkeller (CDU) befand den Vorschlag der Kirchengemeinde als zu hoch, und wollte den Grund für diese Differenz wissen. Dies konnte an dem Abend jedoch nicht geklärt werden.

Anpassung für das vierte Kind empfohlen

Auf Vorschlag von Bürgermeisterstellvertreter Jörg Oehler, der die Sitzung leitete, soll dem Kirchengemeinderat empfohlen werden, für das vierte Kind die Gebühren auf 60 Euro zu reduzieren. Mit dem übrigen Gebührenkatalog zeigte sich die Mehrheit der Räte einverstanden.

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Auf Anfrage von FW-Rätin Christine van der Meyden zum Anteil der politischen Gemeinde an den Kosten für den Kindergarten klärte Kämmerer Uwe Bonow auf. Demnach hat die politische Gemeinde nach Abzug von Zuschüssen 93 Prozent des Defizits der Einrichtung zu tragen. Dies beläuft sich nach Aussage von Uwe Bonow auf jährlich etwa 300 000 Euro. Mit Einführung der Ganztagesbetreuung für Kinder ab drei Jahren besteht das Angebot für Kleinkinder unter zwei Jahren weiter. Diese werden jedoch weiterhin nur bis um 14.15 Uhr betreut.