Der Haushalt der Gemeinde Todtmoos für das Jahr 2020 ist in trockenen Tüchern. Der Ergebnishaushalt schließt mit einem Überschuss von 86 Euro. Im Entwurf, der dem Gemeinderat im November vorgelegen hatte, fand sich noch ein Defizit von 46.832 Euro. Kämmerer Uwe Bonow nahm das Zahlenwerk nochmals unter die Lupe und drehte an der einen oder anderen Stellschraube, um das Defizit zu verringern.

Dazu mussten einige Ansätze korrigiert und verändert werden. Der Ansatz für die Unterhaltung des Straßennetzes wurde von 40.000 auf 30.000 Euro verringert. Dies entspricht nun dem Ansatz des Vorjahres. Des Weiteren wurden Einnahmeansätze fortgeschrieben und nach oben korrigiert. Dies betrifft die Einnahmen aus diversen Steuern wie etwa der Grund-, Gewerbe-, Hunde-, Vergnügungs- und Zweitwohnungssteuer.

Auch die zu erwartenden Einnahmen aus der Kurtaxe wurden von 380.000 Euro auf 400.000 Euro angepasst. Das ergibt unterm Strich Mehreinnahmen von 38.296 Euro. Ebenfalls nach oben korrigiert wurden die Entgelte für öffentliche und privatrechtliche Leistungen sowie die sonstigen ordentlichen Erträge. Der Gesamtbetrag der Einnahmen erhöht sich somit von 5.303.082 Euro auf 5.340.228 Euro.

Wie Uwe Bonow berichtete, lägen jedoch einige Zahlen, wie etwa die Kreisumlage, noch nicht vor: „Wenn hier der Hebesatz bleibt, dann wäre alles im grünen Bereich“, so der Kämmerer. Die Haushaltssatzung 2020 für den Bereich Wasserver- und Entsorgung wurde gegenüber dem Entwurf vom November nicht verändert und vom Gremium einstimmig beschlossen. Ob des geringen Überschusses im Haushalt stellte CDU-Ratsmitglied Christian Zumkeller fest: „Wir haben finanziell keine Luft.“ Bürgermeisterin Janette Fuchs blickte indes optimistisch auf das Zahlenwerk: „Wir haben schon einiges umgesetzt und werden weiter investieren.“ Und an die Adresse der Gemeinderäte: „Wir müssen allerdings Wünschenswertes von Machbarem trennen.“