Einstimmig gab der Todtmooser Gemeinderat grünes Licht und genehmigte die Entwürfe des Stellen- und Investitionsplanes für 2017. Rechnungsamtsleiter Uwe Bonow erläuterte die Pläne im Detail und sprach beim Investitionsplan von einem Wunschkatalog, den er bis 2018 eingearbeitet habe. Die Gesamtsumme des Investitionsplanes einschließlich Zuschüssen liegt bei 5,284 Millionen Euro. Darin sind alleine gut fünf Millionen Euro für den Ausbau des Glasfasernetzes eingestellt. Nach Abrechnung von Zuschüssen müsste die Gemeinde noch etwa eine halbe Million Euro über ein Darlehen finanzieren, sagte Bonow. Diese große Investition, einschließlich erwarteter Zuschüsse von 3,8 Millionen Euro, wird sich aber auf die kommenden Jahre bis 2021 verteilen. So lange rechnet Bonow bis zur endgültigen Fertigstellung des Netzes in der Gemeinde.

Bereits 2016 wurden gut eine halbe Million Euro für die Ersatzbeschaffung der Drehleiter für die Feuerwehr eingestellt. Diese soll nun 2017 angeschafft werden. Der 16 Jahre alte Mannschaftstransportwagen soll durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden Kostenpunkt: 40 000 Euro. Hierfür soll nun zum vierten Mal ein Zuschussantrag gestellt werden. Für die Herstellung des neuen Wohnmobil-Stellplatzes werden 200 000 Euro veranschlagt. Hier wird es aber voraussichtlich zu einer erheblichen Reduzierung der Kosten kommen, wie aus der Ratsrunde zu entnehmen war. Für die Sanierung der Hochkopflifte sind im Entwurf noch keine Mittel eingestellt worden. Man möchte hier zunächst das Ergebnis der Projektgruppe abwarten.

Aus der Traum für die Wiederaufnahme des Skiliftbetriebes am Hochkopf: nicht nur der Lift am Steilhang (Bild) sondern auch die kleine Liftanlage werden abgebaut; eine Sanierung wäre zu teuer und nicht finanzierbar.
Aus der Traum für die Wiederaufnahme des Skiliftbetriebes am Hochkopf: nicht nur der Lift am Steilhang (Bild) sondern auch die kleine Liftanlage werden abgebaut; eine Sanierung wäre zu teuer und nicht finanzierbar. | Bild: Andreas Böhm

Der Gemeinderat billigte den Ausbau des Tiefbrunnens Kälberweid und Einbau einer Entsäuerungsanlage für 1,15 Millionen Euro. Diese Summe war ebenfalls schon für 2016 eingestellt worden. Die Verbindung von Versorgungsgebieten schlägt mit 576 000 Euro zu Buche. Im Bereich des Sanierungsgebietes Vordertodtmoos III werden in der Sonderrechnung 30 000 Euro ausgewiesen. Für die Kanalsanierung in diesem Bereich wurden bereits 2016 Ausgaben von 300 000 Euro errechnet, die nun fortgeschrieben werden. Hier ist mit einem Zuwendungssatz von gut 77 Prozent zu rechnen. Mit der umfangreichen Maßnahme soll 2017 in der Wehratalstraße begonnen werden. 2018 ist dann die Schwarzenbacher Straße und der Salesiaweg im Plan. Im selben Jahr soll möglicherweise auch das marode Parkhotel abgerissen werden. Stellenplan 2017: Jeweils befristet für ein Jahr wurde eine Stelle im Bürgerbüro und im Bauhof neu besetzt.