Klaus Lange, der Vorsitzende des Förderkreises Heimatmuseum und Geschichte, nennt verschiedene Gründe für den Personalmangel: "Die jüngere Generation ist berufstätig und die Rentner haben keine Zeit", so Lange im Gespräch mit dieser Zeitung. Auch krankheitsbedingt gäbe es ab und an einen Engpass; zudem seien einige engagierte Helfer inzwischen verstorben.

Der Verein Heimatmuseum und Geschichte hat derzeit 55 Mitglieder. Vor Jahren waren es einmal 200. Zum festen Stamm der aktiv Tätigen gehören aber nur acht Mitglieder, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Felix Kahlert. Deshalb werden noch dringend weitere Personen gesucht, die sich gerne einbringen möchten. Dies sei eine Aufgabe für Alt und Jung, so Klaus Lange. Jedoch müssten die Helfer volljährig sein. Ideal sei der Job für rüstige Rentner.

Die Aufgaben umfassen die Anwesenheit während der Öffnungszeiten und das Kassieren des Eintrittes. Zudem stehen die Mitglieder für Fragen der Museumsbesucher zur Verfügung. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten werden für angemeldete Gruppen auch Führungen angeboten. Für die Tätigkeit im Museum gibt es auch eine kleine Aufwandsentschädigung. Die Stammhelfer sorgen dafür, das die Ausstellungsräume sauber sind. Immer wieder werden Exponate ausgetauscht, so das die Besucher beim Rundgang wechselnde Ausstellungsstücke zu sehen bekommen.

Das Museum ist in verschiedene interessante Themenbereiche aufgeteilt. Da gibt es zum Beispiel eine komplett eingerichtete Schuhmacher-Werkstatt, eine Wäscherei und eine Weberei. Im Obergeschoss sind alte Werkzeuge und Maschinen aus der Holzbearbeitung und Landwirtschaft zu sehen. Auch dem Thema Wintersport ist ein Bereich gewidmet. Viele Exponate im Museum sind Spenden oder Leihgaben von Todtmooser Bürgern. Im Keller des Museums befindet sich ein Glasträgerraum sowie ein Raum für wechselnde Ausstellungen.

Neuesten Untersuchungen von Holzproben zufolge wurde das typische Schwarzwaldhaus im Jahr 1810 erbaut. Bis 1982 bewohnten Ordensschwestern aus Gengenbach das Haus, bevor die Gemeinde und der Förderkreis das Anwesen erwarben. Das so genannte Heimethus wurde im Juni 1991 eingeweiht und bietet jährlich zahlreichen Besuchern einen Einblick in die Lebensgewohnheiten der Todtmooser Bevölkerung über mehrere Jahrhunderte hinweg.