In Todtmoos soll es künftig ein freies WLAN-Netz geben, das ein möglichst großes Gebiet abdeckt und von Gästen und auch Einheimischen kostenlos genutzt werden kann. Dieses Vorhaben möchte Thorsten Müller aus Todtmoos in nächster Zeit Schritt für Schritt in die Tat umsetzen. Dies ist eine private Initiative des 50-Jährigen, der beruflich als Administrator bei der Firma Hella in Wembach tätig ist.

Verwirklichen möchte Müller seine Idee auf Basis des Vereins Freifunk Dreiländereck. Dieser ist Teil einer weltweiten Open Wireless-Bewegung; der Verein wirbt für die Idee freier offener Computernetze: „Das ist etwa für das Gewerbe interessant, das diese Dienstleistung dem Kunden kostenlos zur Verfügung stellen kann“, argumentiert Thorsten Müller. Er denkt dabei zum Beispiel an Friseursalons, Arztpraxen, Zimmervermieter und Hoteliers. Es gibt schon in einigen Todtmooser Gastronomiebetrieben freies WLAN, das aber noch über gewerbliche Anbieter läuft, und somit dem Bereitsteller Kosten verursacht.

Außerdem muss hier der Netzwerkschlüssel herausgegeben werden. Müller habe schon von Hoteliers erfahren, dass Gäste die Buchung eines Zimmers vom freien WLAN abhängig machen. Gerade in südlichen Urlaubsländern ist es längst üblich, dass der Feriengast im Hotel diesen Service geboten bekommt: „Der schöne Nebeneffekt dabei ist, dass das Netz nicht an der Hausmauer aufhört“, erklärt der IT-Spezialist. Somit profitieren auch Gäste im Freien von dem Angebot. Müller spricht von einem Zusatzbonbon für Gäste und Einheimische, da das Mobilfunknetz in Todtmoos recht langsam sei. Er hat schon einige Bürger von seiner Idee überzeugen können.

Das Resultat: Im Todtmooser Ortskern gibt es schon ein fast flächendeckendes Freifunk-Netz; dreißig Router wurden in der Gemeinde insgesamt freigeschaltet. Die einmaligen Kosten für den Anbieter halten sich in Grenzen, wie Thorsten Müller erklärt. Je nach Gebäudegröße genüge ein Router: Kostenpunkt rund 20 Euro. Beim Thema Sicherheit sieht Müller keine Bedenken für den Betreiber. Dieser sei von der Haftung befreit. Aktivitäten im Freifunknetz könnten nicht zurückverfolgt werden: „Der Freifunk ist aber dennoch kein rechtsfreier Raum, sondern ein offenes Netz mit Vor- und Nachteilen“, erläutert Müller. Es empfehle sich nicht, etwa das Homebanking über das offene Netz zu tätigen. Müller gibt gerne Empfehlungen und schaut sich die Situation vor Ort an.

 

Auch bei der Konfiguration bietet der Computerspezialist seine Hilfe an. Nähere Informationen erteilt er unter Telefon 07674/92 20 78 nach 17 Uhr oder per E-Mail (freifunk@mueller-it.net).