Das bestehende Fernwärmenetz in Todtmoos soll weiter ausgebaut werden. Im Zuge der Bauarbeiten des Sanierungsgebietes Vordertodtmoos III können dann auch Gebäude in der Hauptstraße und einigen Nebenstraßen ans Netz angeschlossen werden. Bei einem Informationsabend erläuterte Berthold Schmidt von der Firma SWL Wärme aus Bernau das Vorhaben. Schmidt bedauerte zu Beginn, das nur wenige Einwohner anwesend waren. Er stellte zunächst das bestehende Netz vor, das von einer zentralen Hackschnitzel-Heizanlage betrieben wird: „Diese Anlage ist von der Größe her ausreichend, um weitere Gebäude anzuschließen“, erklärte Schmidt. Durch die angelaufenen Arbeiten an der Wehratalstraße habe man die Chance, die Rohre ins Ortszentrum zu führen.

Erste Rohre im Bereich Wehratalhalle verlegt

Die ersten Rohre im Bereich der Wehratalhalle sind bereits verlegt. In ihnen wird etwa 95 Grad heißes Wasser durchgeleitet. Auf einen Meter Länge muss mit einem Wärmeverlust von etwa zehn Watt gerechnet werden. Der Hausanschluss erfolgt durch eine Kernbohrung; die Oberfläche des Grundstückes wird wieder in den vorherigen Zustand versetzt. Im anzuschließenden Gebäude wird eine Übergabestation mit sehr kompakten Maßen eingebaut, die je nach Bedarf zwischen 30 und 80 Kilowatt an Leistung erzeugt. Berthold Schmidt machte auch Ausführungen zur Vertragsgestaltung. Der Hausanschluss kostet einmalig 4800 Euro. Die Übergabestation schlägt mit 2900 Euro zu Buche, abzüglich einer KFW-Förderung von 1800 Euro.

Vorgabe wird "locker" erfüllt

Dazu kommen Montagekosten von 1000 Euro. Der Verbrauchspreis setzt sich zusammen aus dem Grundpreis ab 28 Euro monatlich sowie einem Arbeitspreis von aktuell 6,9 Cent pro Kilowattstunde Energie. Bei einer ohnehin anstehenden Sanierung der Heizungsanlage hat der Kunde den Vorteil, das die Fernwärme die Vorgaben des Erneuerbaren Wärme-Gesetzes erfüllt, so Berthold Schmidt. Danach müssen 15 Prozent einer neuen Anlage mit erneuerbarer Energie betrieben werden: „Diese Vorgabe erfüllen wir locker“. Der weitere Zeitplan sieht nun vor, die Rohre für die Fernwärme Zug um Zug zu verlegen. Derzeit ist laut Berthold Schmidt die Baumaßnahme seitens der ausführenden Firma jedoch in Verzug. Noch im Juli soll ein weiterer Straßenabschnitt bis zur Schwarzenbacherstraße begonnen werden. Der Zeitplan für die Umsetzung ist somit abhängig vom Fortschritt des Straßenbaus.

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