Nachdem es in dieser Saison bereits zu einer Vielzahl von Motorradunfällen gekommen ist, hat die Verkehrspolizei Freiburg zusammen mit Kräften des Polizeireviers Bad Säckingen an einigen der Unfallschwerpunkte im Landkreis Waldshut am Freitag zwischen 15 und 18 Uhr eine größere Kontrolle vorgenommen. Dies schreibt die Verkehrspolizei Freiburg in einer Pressemitteilung. Kontrollpunkte waren laut der Mitteilung dabei im Bereich Todtmoos zwischen Wehrhalden und Todtmoos die Landesstraße 151, die L 149 St. Blasien und im Bereich Menzenschwand die L 146 Äulemer Kreuz. Hierbei wurden zahlreiche Verstöße festgestellt, heißt es weiter im Polizeibericht.

138 Kilometer pro Stunde

Insbesondere fielen dabei die Motorradfahrer auf, die ihre Schalldämpferanlagen manipuliert hatten, um einen lauteren „Sound“ zu erreichen. Die Fahrer dieser Motorräder wurden angezeigt und müssen ihre Motorräder nun gesetzeskonform zurück umrüsten. Spitzenreiter im Bereich der Geschwindigkeitsüberschreitung war ein Autofahrer mit 138 Kilometern pro Stunde bei erlaubten 100 Kilometer pro Stunde sowie ein Lastwagenfahrer, der statt der für ihn erlaubten 60 Kilometer pro Stunde eine Geschwindigkeit von 85 Kilometern pro Stunde fuhr. Gleichzeitig war die Ladung des Lastwagens, ein Kleinbagger, nicht vorschriftsmäßig gesichert. Beide Fahrzeugführer wurden ebenfalls angezeigt.

Fahrer sollen sensibilisiert werden

Ziel der Kontrollen war laut der Pressemeldung der Verkehrspolizei auch, die Motorradfahrer hinsichtlich der Lärmproblematik zu sensibilisieren. Das Stichwort hierzu war: „Möchten Sie solchen Lärm vor Ihrer eigenen Haustüre?“ Weitere polizeiliche Kontrollen werden unter diesem Motto noch folgen. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Freiburg gibt es zahlreiche bei Motorradfahrern beliebte Strecken, auf denen es immer wieder zu schweren und schwersten Verkehrsunfällen mit Motorrädern kommt. Das Polizeipräsidium Freiburg hat in den vergangenen Jahren zur Unfallbekämpfung bereits mehrere Maßnahmen der Prävention und der Verkehrsüberwachung umgesetzt und verfolgt das Verkehrssicherheitslagebild ständig. Auch in diesem Jahr ist die Bekämpfung von Motorradunfällen wieder ein Schwerpunkt der verkehrspolizeilichen Sicherheitsarbeit. Bei genauer Betrachtung der Unfallursachen taucht immer wieder das Thema Geschwindigkeit auf.

Geschwindigkeit als Unfallursache

Überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit stellt laut Polizeibericht auf den Straßen Südbadens für alle Verkehrsteilnehmer eine tödliche Gefahr dar. Mit gezielten Maßnahmen möchte die Polizei die Unfallgefahren bekämpfen und damit die Anzahl der Verletzten und Getöteten reduzieren. Der Dienstbezirk des Polizeipräsidiums Freiburg umfasst die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach, Waldshut und den Stadtkreis Freiburg. Im Jahr 2018 starben in diesem Bereich 35 Menschen im Straßenverkehr. Zehn davon waren Motorradfahrer.