Zum zweiten Mal hatte die Trachtenkapelle Todtmoos am Sonntag zu einem Konzert in der Wallfahrtskirche eingeladen. Mit besinnlicher Musik boten die Musiker unter der Leitung von Martin Kaiser ein Blasmusikprogramm der etwas anderen Art und begeisterten damit ihr Publikum.

Die Trachtenkapelle Todtmoos hat nicht nur die häufig gespielte Blasmusik wie Marsch und Polka in Programm, sondern auch viele getragene Stücke. Diese eignen sich aber nicht für die meisten Auftritte der Musiker bei Festen und ähnlichen Veranstaltungen. Daher hatte Dirigent Martin Kaiser die Idee, diese Stücke bei einem Konzert in der Kirche zu präsentieren. Das erste Konzert in der Kirche erwies sich als großartiger Erfolg und so luden die Musiker nun erneut in die Wallfahrtskirche ein. Das Konzert habe man bewusst nicht als Kirchenkonzert, sondern, da man keine Kirchenmusik spiele, als Konzert in der Kirche bezeichnet, sagte der Vorsitzende der Trachtenkapelle Matthias Mutter in seiner Begrüßung. Er lud die Zuhörer zum Zurücklehnen und Träumen sein.

Mit der träumerischen, eingängigen Musik „The Ludlows“ aus dem Film „Legenden der Leidenschaft“ starteten die Musiker in ihr Programm. Anschließend war das Unglück des Luftschiffes Hindenburg musikalisch zu verfolgen. Mit leisen und getragenen Tönen schwebte das damals größte Luftschiff durch die Luft, bevor die Jungfernfahrt dramatisch und furios endete. Die „Sage vom Todten Moos“ hat Markus Götz eigens für die Trachtenkapelle geschrieben. Das Werk, das die Geschichte von Todtmoos musikalisch beschreibt, wurde im Jahr des 750-jährigen Ortsjubiläums uraufgeführt. Dramatische und stark rhythmische Klänge wechseln in diesem Werk ab mit choralartigen Klängen.

Die anrührende Ballade „Blessing“ (Segen) vereint eine eingängige Melodie mit harmonischem Farbenreichtum und lädt zum Träumen ein. Auf dem Programm standen ferner „The Olympic Spirit“, die viele noch bekannter Eröffnungsfanfare der olympischen Sommerspiele 1988 in Seoul, „Musik vereint“ und „Der mit dem Wolf tanzt“. „Heal the World“ werden sicher viele ebenfalls kennen, in der Version für Blasorchester bot die Popballade von Michael Jackson ein besonderes Hörerlebnis. Das Programm endete mit „Amen“ von Pavel Stanek. Dem andächtigen, ergreifenden Hauptthema folgt ein zweites, zartes, das sich bis zum feierlichen Schlussakkord steigert.

Das könnte Sie auch interessieren

„Genießen Sie den Ohrenschmaus“ hatte Pater Lukas eingangs den Zuhörern mit auf den Weg gegeben. Und ein Ohrenschmaus war das Konzert in der Tat vom ersten bis zum letzten Stück. Die Spielfreude der bestens aufgelegten Musiker war deutlich zu spüren, die besondere Atmosphäre und die Akustik der Wallfahrtskirche taten ein Übriges, um das Konzert zu etwas ganz Besonderem zu machen. Die Zuhörer bedankten sich mit begeistertem Applaus und stehenden Ovationen und ließen Musiker und Dirigenten nicht ohne drei Zugaben gehen. Nach „Celtic Crest“ und der „Hymne an die Freundschaft“ endete das Konzert, wie es begonnen hatte, mit „The Ludlows“.