Eine Jugendgruppe aus der Seelsorgeeinheit Todtmoos-Bernau und Pater Lukas waren beim Weltjugendtag in Panama. Sie schildern ihre Erlebnisse in dem mittelamerikanischen Land zwischen Armut und Gastfreundschaft.

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Im Mai 2018 sprachen mehrere Jugendliche aus der Seelsorgeeinheit Todtmoos-Bernau bei Pater Lukas vor mit dem Anliegen, zum Weldjugendtag nach Panama fahren zu wollen. Die aus vier Jugendliche (Daniel Maier aus Todtmoos, Tobias Faschian aus Bernau, Thomas Behringer aus Bernau und Max Kefer aus Höchenschwand) sowie Pater Lukas vom Kloster Todtmoos bestehende Black-Forest-Gruppe ist mit der „Jugend 2000“ aus dem Bistum München-Freising und den Jugendämtern Eichstätt und Augsburg zum Weltjugendtag nach Panama geflogen. Für viele junge Leute war der Termin im Winter ungünstig, da viele Semesterprüfungen und Klausuren anstanden. Das Thema des Weltjugendtages war „Siehe ich bin die Magd des Herrn“.

Vier Jugendliche aus Todtmoos, Bernau und Höchenschwand sowie Pater Lukas vom Kloster Todtmoos (Mitte) erlebten beim Weltjugendtag spannende Einblicke in das Leben in Panama.
Vier Jugendliche aus Todtmoos, Bernau und Höchenschwand sowie Pater Lukas vom Kloster Todtmoos (Mitte) erlebten beim Weltjugendtag spannende Einblicke in das Leben in Panama. | Bild: Katholisches Pfarramt Todtmoos

Die erste Woche verbrachte die Gruppe in der Stadt und im Bistum Penonome und wurde zu jeweils ein bis zwei Personen in Gastfamilien aufgeteilt. Dort wurde auch die große Armut der Menschen, aber auch ihre überaus große Gastfreundschaft erlebt. Einige Jugendliche aus der Gruppe haben wirklich im Dschungel übernachtet, wo es keinen Strom und auch kein fließendes Wasser gibt.

Viele Gruppen aus anderen Nationen

Die Gruppe traf viele Jugendliche aus anderen Nationen. In Penonome beteten sie mit den Jugendlichen aus der Pfarrei und aus Kolumbien, Venezuela und Nicaragua den Kreuzweg. Der Kreuzweg führte durch den Dschungel und durch ein armes Dorf. Am Sonntag, den 20. Januar, wurde mit Kardinal Napier aus Durban, Südafrika, die Heilige Messe gefeiert.

Papst betet mit mehr als 300.000 Jugendlichen

Am Montag fuhr die Gruppe mit vier Bussen nach Panama, wo die Gastfamilien schon gewartet haben. Die Black-Forest-Gruppe wurde in einer reichen Familie in einem großen Appartement im 34. Stockwerk untergebracht. Während der ganzen Woche fand eine geistliche Vorbereitung durch verschiedene Katechesen und Heiligen Messen statt. Am Dienstagabend war mit Teilnehmern aus mehreren Hundert Ländern die Eröffnungsmesse mit dem Kardinal aus Panama City. Am Mittwoch schließlich wurde der Papst mit Hundertausenden Menschen begrüßt. Mit mehr als 300 000 Jugendlichen betete der Papst am Freitag den Kreuzweg auf dem Campo Santa Maria, wo eine meditative Atmosphäre herrschte.

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Samstagfrüh gingen die meisten schon auf den Campo Joan Pablo II, wo mit mehr als 700 000 jungen Leuten der Papst die Vigil mit eucharistischer Anbetung gefeiert hat. Die ganze Nacht verbrachten die Jugendlichen auf dem Campo mit Rosenkranzgebet, Singen und Tanzen. Alle warteten auf den Höhepunkt, die Heilige Messe mit dem Papst auf diesem Platz. Die Messe war laut Teilnehmer sehr feierlich, die Jugendlichen waren froh und glücklich. Pater Lukas hatte das Glück, ganz in der Nähe des Altars sein zu können. Viele Bischöfe, Priester, Ordensleute aus der ganzen Welt waren anwesend.

Pater Lukas war mit vier Jugendlichen beim Weltjugendtag in Panama.
Pater Lukas war mit vier Jugendlichen beim Weltjugendtag in Panama. | Bild: Katholisches Pfarramt Todtmoos

Der Papst gab das Motto aus „Heilig sein nicht morgen, sondern schon heute“. Von den Gastfamilien wurde dann am Sonntagabend Abschied gefeiert, wo die Gruppen sich für die freundliche Aufnahme bedankten und Gastgeschenke aus der Region übergeben haben: Die Badische Fahne, eine kleine Kuckucksuhr und eine Kerze von der Wallfahrtskirche Todtmoos.