In der jüngsten Sitzung des Todtmooser Gemeinderates stellten sich der neue Forstrevierleiter Georg Freidel und der Forstbezirksleiter Markus Rothmund dem Gremium vor. In dem Zusammenhang erhielten die Gemeinderäte auch ein Einblick in die aktuelle Situation des staatlichen, kommunalen und privaten Waldes auf der Gemarkung Todtmoos. In den vergangenen 30 Jahren wurde das Forstrevier Todtmoos von Revierleiter Peter Herbst betreut. Georg Freidel war 25 Jahre lang für die Betreuung des Wehrer Stadtwaldes zuständig.

Das könnte Sie auch interessieren

Der 55-Jährige gebürtige Wehrer äußerte sich positiv in Bezug auf seine neue Aufgabe: „Ich freue mich ganz außerordentlich auf meine Arbeit in Todtmoos.“ Georg Freidel ist zudem als Sachbearbeiter für die Besitzer von Privatwald zuständig. Markus Rothmund, 44 Jahre, wohnhaft in Schönau und seit zweieinhalb Jahren Forstbezirksleiter, erklärte den Gemeinderäten die Aufteilung der Forstbezirke im Landkreis Waldshut. Todtmoos gehört demnach zum größten Forstbezirk West. Hier befinden sich nach Aussage des Forstbezirksleiters 50 Prozent der Waldfläche des gesamten Landkreises Waldshut.

Düsterer Blick in die Zukunft

Ein nach seinen eigenen Worten düsteres Zukunftsbild zeichnete Markus Rothmund in Bezug auf die vorhandenen Fichtenbestände. Die Eignung der Fichte sei rückläufig, so der Forstbezirksleiter. Markus Rothmund kündigte an: „Die Fichte wird künftig nicht mehr aktiv in den Wald eingebracht.“ Sie werde sich im Verhältnis zu anderen Baumarten etwa bei einem Drittel des Bestandes einpendeln. Forstrevierleiter Georg Freidel erläuterte auch die neuen Regelungen für die Betreuung des Privatwaldes in Todtmoos. Bis 50 Hektar Fläche gilt demnach eine sogenannte fallweise Betreuung.

Voraussetzung hierfür ist jedoch unter anderem eine Privatwaldvereinbarung zwischen der Forstbehörde und dem Waldbesitzer. Liegt diese vor, kann der Revierleiter wie bislang schon auf Zuruf im Privatwald tätig werden. Für die sogenannten Gestehungskosten für den Revierleiter kann der Waldbesitzer eine Förderung von 70 Prozent erhalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Dann gilt für die Arbeit des Revierleiters ein gemäßigter Stundensatz. Freidel informierte auch darüber, dass für die Aufarbeitung von Käferholz im Privatwald für das laufende Jahr eine Aufarbeitungshilfe von drei Euro pro Festmeter gewährt wird. Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat erklärte Georg Freidel, dass diese Förderung jedoch nicht für den Gemeindewald gelte.